Eisbären Berlin

30 Bananen, 40 Rasierer: Das alles brauchen die NHL-Stars

Wenn die NHL in Berlin zu Gast ist, müssen die Eisbären eine ganze Menge an Wünschen erfüllen für die Stars aus Chicago.

Duncan Keith (r.), der Abwehrstar der Chicago Blackhawks.

Duncan Keith (r.), der Abwehrstar der Chicago Blackhawks.

Foto: Kamil Krzaczynski / picture alliance/AP Photo

Berlin. Wenn der eine oder andere Spieler aus Nordamerika in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei Klubs wie den Eisbären Berlin oder den Adler Mannheim, bei denen der EHC am Donnerstag 1:4 unterlag, landet und zuvor auch schon erlebt hat, wie es in der nordamerikanischen NHL zugeht, der besten Liga der Welt, dann werden oft positive Vergleiche gezogen. In Berlin oder Mannheim sei vieles ähnlich wie in der NHL, heißt es dann.

So ganz stimmt das natürlich nicht, denn die NHL ist nicht nur die beste Liga der Welt, dort ist auch alles vom Besten. In jeder Hinsicht wird alles durchgeplant, kein Detail dem Zufall überlassen. „Alles ist extrem professionell“, sagt EHC-Geschäftsführer Peter John Lee. Allein die Kurzform des Vertrages, den die Berliner zur Veranstaltung des Testspiels gegen die Chicago Blackhawks am Sonntag (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena) unterzeichnen mussten, ist 20 Seiten lang. Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es den vollständigen Kontrakt.

300 Pfund Eis sind bestellt

Am Freitag rückt der Tross mit über 40 Leuten aus Chicago in Berlin an. Als Unterkunft dient ein Fünf-Sterne-Hotel, das ist vorgeschrieben in der NHL. Zunächst wird dann von Vertretern der Liga und der Spielergewerkschaft NHLPA alles inspiziert in der Arena und Drumherum. „Der Sicherheitsaspekt ist sehr hoch“, so Lee. Er kennt die Anforderungen bereits vom Testspiel der Eisbären 2008 gegen Tampa Bay Lightning (1:4). Nun musste er wieder Mitarbeiter losschicken, um einige Dinge zu besorgen. „Wir sind verantwortlich, uns darum zu kümmern, dass alle Dinge, die benötigt werden, auch vorliegen“, so Lee.

Auf der Wunschliste von Chicago stehen unter anderem 50 Kleiderbügel, 100 Handtücher pro Trainingseinheit, 40 Rasierer, 30 Bananen und ebenso viele Orangen pro Training und Spiel. Auch Duschgel, Shampoo, Haargel und Haarspray werden gebraucht, die Anzahl der Föne (3) ist angegeben. Kaugummi und Schokoriegel müssen ebenfalls vorrätig sein. 300 Pfund Eis sind bestellt. Das übertrifft die Dimensionen, die in der DEL für die Mannschaften gelten, doch um einiges.

Albas Basketballer müssen umziehen

Auch die Zeit, in der die Arena mehr oder minder nur den Blackhawks zur Verfügung steht, beträgt fast drei Tage. Selbst das erste Saisonspiel im Pokal der Basketballer von Alba Berlin am Sonnabend gegen Würzburg musste in die Schmeling-Halle verlegt werden, damit nichts die Vorbereitung der Mannschaft und der Liga auf das Spiel am Sonntagabend stört. Professionalität in Perfektion.