Eishockey

Nix lässt die Eisbären-Frauen hoffen

Im Vorjahr kämpften die Frauen der Eisbären in der Bundesliga ums Überleben. Jetzt liebäugeln sie mit dem Play-off – mindestens.

Emily Nix (r.) ist bereits Nationalspielerin. Jetzt trägt sie das Trikot der Eisbären Berlin.

Emily Nix (r.) ist bereits Nationalspielerin. Jetzt trägt sie das Trikot der Eisbären Berlin.

Foto: nph / Hafner / picture alliance / nordphoto

Berlin. Auf die Frage, was sich beim Fraueneishockeyteam der Eisbären Juniors vor dieser Saison verbessert hat, lautet eine Antwort schlicht: Nix. Die Geschwister Paula (21) und Emily Nix (24) aus Hamburg zählen zu einer ganzen Reihe von hoffnungsvollen Spielerinnen, die sich den Berlinerinnen angeschlossen haben. Im vergangenen Spieljahr hatte der Klub die Endrunde deutlich verpasst, erst im Play-down wurde der Klassenerhalt gesichert. Nun weckt das frische Personal die Hoffnung, dass es in dieser Bundesligaspielzeit wieder bergauf geht.

Die ersten Resultate sind vielversprechend

Die Nix-Schwestern kamen vom Zweitligameister Hamburg Crocodiles nach Berlin. Davor hatten sie gemeinsam in Ingolstadt gespielt. Die Anreise dorthin zu den Heimspielen war auf Dauer aber nicht mehr zu leisten: 700 Kilometer beträgt die einfache Strecke, fast acht Stunden waren die beiden dafür unterwegs. Pendeln müssen sie zwar immer noch – aufgrund ihres Studiums wohnen sie auch nach ihrem Wechsel zu den Eisbären Juniors weiterhin in Hamburg. Doch mit dem Zug sind es jetzt nur noch anderthalb Stunden von der Hansestadt bis nach Hohenschönhausen.

Die ersten Ergebnisse mit dem neuen Team waren vielversprechend. Beim Howoge-Cup wurden die Berlinerinnen Zweiter, das anschließende Turnier in Kopenhagen wurde souverän gewonnen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen: „Mit dem aktuellen Kader ist das Erreichen der Play-off-Spiele das Minimalziel“, sagt Teammanager Torsten Szyska. Doch insgeheim träumen die Eisbärinnen sogar von mehr.

Nix-Schwestern waren früher schon in Berlin aktiv

„Wenn es uns gelingt, aus den vielen individuell starken Spielerinnen ein Team zu formen, können wir dieses Mal sehr weit kommen“, meint Szyska. Zum Auftakt treffen die Eisbären Juniors zweimal auf die Mad Dogs aus Mannheim (Sonnabend, 19 Uhr/Sonntag, 13 Uhr, jeweils Wellblechpalast).

Paula und Emily Nix waren vor einigen Jahren schon einmal in Berlin aktiv, damals noch für die OSC Eisladies. 2014 wurden die Schwestern mit den Eisladies sogar Pokalsieger – es war der bislang letzte nationale Titel einer Berliner Fraueneishockeymannschaft. Standen sie damals noch ganz am Anfang ihrer Karriere, kehren sie jetzt als gestandene Erstligaspielerinnen zurück, Emily Nix sogar als Nationalspielerin.

Doppelveranstaltungen wären ein Fortschritt

Und noch etwas hat sich geändert: Seit zwei Jahren spielt das Team nun unter dem Dach der Eisbären Juniors. Die Hoffnung war, dass dadurch eine größere Öffentlichkeit erreicht werden kann, doch das klappt bislang nur bedingt. „Da könnte sicher noch deutlich mehr gemacht werden“, meint Paula Nix. In Schweden haben es die Schwestern einst ganz anders erlebt – dort wurden die Spiele der Frauen als Doppelveranstaltung mit den Männern durchgeführt. „Selbst wenn der Fanblock nur zu einem Drittel gefüllt war, waren das immer noch deutlich mehr Zuschauer, als wir jetzt haben“, sagt Paula Nix. Auch gegen Mannheim dürfte die Kulisse vermutlich überschaubar bleiben.