Eishockey

Eisbären rehabilitieren sich und schlagen Köln mit 3:2

Die Eisbären setzen sich in der Verlängerung gegen die Haie durch. Marcel Noebels erzielt den Siegtreffer für die Berliner.

Eisbären-Verteidiger Florian Kettemer (l.) im Duell mit dem Kölner Sebastian Uvira.

Eisbären-Verteidiger Florian Kettemer (l.) im Duell mit dem Kölner Sebastian Uvira.

Foto: Jan Huebner/Lakomski via www.imago-images.de / imago images/Jan Huebner

Berlin. Wie dringlich die Sache wurde, ließ sich daran erkennen, dass Serge Aubin seine vierte Reihe am Ende nicht mehr einsetzte. Die Kraft der Besten sollte dem EHC Eisbären vornehmlich helfen, sich nach dem 0:5 im vorherigen Spiel zu rehabilitieren. Das gelang von 12.607 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena auch, 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) gewannen die Berliner nach Verlängerung gegen die Kölner Haie und feierten damit im dritten Saisonspiel in der Deutsche Eishockey Liga (DEL) den zweiten Sieg.

Nach dem 0:5 zuletzt in Bremerhaven veränderte sich gegen die Haie das Gesicht der Eisbären ein wenig. Kapitän André Rankel und Verteidiger Kai Wissmann gaben ihr Saisondebüt, nachdem sie zuvor angeschlagen gefehlt hatten. Trainer Serge Aubin versetzte das in die Position, Spieler, die an sich fit sind, draußen lassen zu müssen. Er plante diesmal ohne die Angreifer Florian Busch und Fabian Dietz.

Hördler erzielt die Führung

Mit den etwas umgestellten Sturmreihen begannen die Berliner leicht ungeordnet und suchten zunächst nach ihrer Linie. „Da hatten wir ein paar Wechsel dabei, wo wir hinten drin standen“, sagte Verteidiger Jonas Müller, dessen Team sich schwer tat, aus dem eigenen Drittel zu kommen. Mit der ersten großen Chance von Sean Backman allerdings fanden die Eisbären ihren Mut, agierten dynamischer und arbeiteten sich in das Spiel. Der erst 17-jährige Lukas Reichel vergab bei einem Alleingang zunächst die große Gelegenheit zu Führung (16.). Nach einem gewaltigen Schuss von Leonhard Pföderl nutzte dann Frank Hördler den Abpraller von der Latte und traf zum 1:0 (25.).

Die ambitionierten Kölner ließen sich allerdings nicht beeindrucken, zogen immer wieder das Tempo an und kamen durch Frederik Tiffels zum Ausgleich (29.). Ein passendes Resultat, da zumindest bei gleicher Spieleranzahl auch die Spielanteile ähnlich waren. Allerdings standen die Berliner öfter in Überzahl auf dem Eis und entwickelten dabei viel Druck, ihnen war anzumerken, dass sie endlich den ersten Powerplay-Treffer der Saison erzielen wollten. Der ließ jedoch auf sich warten, so dass die Partie sehr eng blieb.

Backman trifft zum Ausgleich

Konsequenter mit einem Mann mehr zeigten sich die Gäste, Colby Genoway erzielte zur Hälfte des letzten Drittels die Führung für Köln und brachte die Berliner in Bedrängnis (49.). Doch von einer gewissen Verzweiflung angetrieben, gelang auch dem EHC endlich ein Tor in Überzahl, Backman traf zum Ausgleich (56.) und sicherte zumindest einen Punkt. Den zweiten eroberte Marcel Noebels mit seinem Treffer in der 64. Minute.

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