Eisbären Berlin

Die Eisbären und die Sehnsucht nach dem ersten Sieg

Nach dem Trainingslager, das auch abseits des Eises viel bereithielt für die Eisbären, soll in Wien endlich gewonnen werden.

Die Eisbären beim Ausflug zum Windbeutelbaron in Berchtesgaden.

Die Eisbären beim Ausflug zum Windbeutelbaron in Berchtesgaden.

Foto: Eisbären Berlin

Berlin/Berchtesgaden. Wenn die Eisbären Berlin am Freitag in Wien ankommen, wird Trainer Serge Aubin ein bisschen Wehmut befallen. Zwei Jahre verbrachte er dort bei den Vienna Capitals, wurde 2017 mit dem Team österreichischer Meister. „Ich habe dort ein paar sehr besondere Momente erlebt, es ist schön zurückzukehren“, sagt der Kanadier, der Wien nicht nur sportlich in guter Erinnerung hat: „Es war eine tolle Stadt, um dort zu leben.“

Sicher wird genug Zeit bleiben, um mit ein paar alten Weggefährten zu sprechen. Doch statt in der Vergangenheit zu schwelgen, muss Aubin nun in Wien hauptsächlich an der Zukunft seines neuen Teams werkeln, die mit dem ersten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am 13. September ihren scharfen Start erlebt. Drei Wochen sind es noch bis dahin.

Ausflüge zu Fuß und mit dem Rad

Den jüngsten Tagen könnte auf dem Weg dorthin vielleicht eine besondere Bedeutung zukommen. Die Berliner waren in Berchtesgaden im Trainingslager. „Neben dem System war die Intensität sowie Trainings- und Wettkampfbereitschaft auf dem Trainingsplan“, so Aubin. Auf diesen Gebieten hatte es bei den jüngsten Testspielen noch einige Defizite gegeben.

Doch auch wegen der gemeinschaftlichen Komponente hatte das Trainingslager einen hohen Stellenwert für den neuen Trainer. Sich besser kennenlernen, zusammenwachsen als Mannschaft waren ebenso Ziele der Reise. Ausflüge auf den Predigtstuhl (ein Berg) oder zum Windbeutelbaron (ein Lokal) standen auf dem Programm, eine Radtour, ein Golfnachmittag. Beim 17-jährigen Nachwuchsspieler Lukas Reichel, der aus dem nahe gelegenen Rosenheim kommt und in dieser Saison schon erste DEL-Einsätze sammeln soll, schaute sogar Vater Martin vorbei.

Bisher drei Niederlagen in drei Testspielen

Zeit zum Training blieb trotz der vielfältigen Beschäftigungen noch. „Die Jungs arbeiten hart“, sagt der Coach. Seine emotionale Verbindung zu den Capitals, die die Berliner am Freitagabend empfangen, soll ihn dennoch nicht von seinem Ziel abbringen: „Wir gehen dorthin, um zu gewinnen.“ Nach bisher drei Niederlagen in drei Testpartien wäre es auf jeden Fall an der Zeit.

Mehr zu den Eisbären lesen Sie hier.