Eishockey

Die Eisbären werden Letzter beim Dolomitencup

1:2 gegen Valerenga Oslo: Auch ihr drittes Testspiel verlieren die Eisbären. Trainer Aubin: „Die Einstellung hat nicht gestimmt.“

Die Eisbären müssen ihr Spiel noch besser abstimmen.

Die Eisbären müssen ihr Spiel noch besser abstimmen.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin/Neumarkt. Florian Busch hatte am Sonntag etwas Zeit, in der Erinnerung zu kramen. Wann das letzte Aufeinandertreffen des EHC Eisbären mit Valerenga Oslo stattfand, war dabei von Interesse. Vor ziemlich genau neun Jahren, in der Vorrunde der European Trophy, lautete die Antwort. Der Stürmer rekapitulierte sogar noch ein paar Details, etwa einen der Torschützen beim 5:1 in Oslo.

Diesmal trafen die Berliner in ihrer Vorbereitung auf die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auf die Norweger. Ohne Busch, der wegen eines Infekts eine Woche Training verpasste und nun noch einiges nachzuholen hat. Der Angreifer saß auf der Tribüne, als die Eisbären beim Dolomitencup in Neumarkt/Italien um den dritten Platz spielten. Und nur Vierter wurden durch das 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1) nach Penaltyschießen.

Fortschritte im Forechecking

Drei Testspiele liegen nun hinter Trainer Serge Aubin und seiner Mannschaft. Nach dem 4:5 n.P. beim Zweitligisten Weißwasser und dem 1:2 beim Dolomitencup gegen den schweizer Meister SC Bern verlief auch der dritte von insgesamt acht Tests alles andere als reibungslos. Zwar bestimmten die Berliner weitgehend die Partie, doch im Angriffsdrittel erzeugte das Team zu wenig Gefahr. „Heute sind wir enttäuscht. Wir waren nicht gut genug. Die Einstellung hat nicht gestimmt. Auch wenn nur wenig Zeit war zwischen den beiden Spielen, habe ich mehr Einsatz erwartet. Die gute Nachricht ist, wir haben das selbst in der Hand. Wir werden daran arbeiten“, so Aubin.

Auch gegen Bern tags zuvor fehlte die Torgefahr, aber der Trainer hatte weniger Grund zur Unzufriedenheit. „Ich denke, gegen Bern war es ein gutes Spiel von beiden Teams, sehr schnell, da hat vieles gestimmt.“ Ähnlich sah es auch Stürmer André Rankel: „Das Spiel ohne Scheibe war sehr gut, defensiv haben wir uns verbessert.“ Offensiv aber bringt die Mannschaft die Ideen von Aubin noch nicht in angemessener Weise auf das Eis. Dennoch konnte Rankel gegenüber dem ersten Test eine Woche vorher schon Fortschritte erkennen wie etwa im Forechecking.

Aubry erzielt den späten Ausgleich

Gegen Oslo, das am Sonnabend 0:3 gegen den DEL-Konkurrenten Augsburg verlor, mangelte es dafür allerdings sehr an der Chancenverwertung, die Berliner gaben deutlich mehr Torschüsse ab, agierten aber nicht mit genügend Intensität, um den Puck im Tor unterzubringen. Als Valerenga schließlich in Überzahl war, überwand Filip Gunnarsson den EHC-Goalie Marvin Cüpper und nutzte eine der seltenen Gelegenheiten zur Führung (32.).

Eher mit der Brechstange als mit geduldigem Spiel versuchten die Eisbären, dieses Resultat zu korrigieren, liefen sich dabei aber immer wieder fest. Erst kurz vor Schluss konnte Louis-Marc Aubry im Nachsetzen ausgleichen (58.). Aber auch seine Treffer im Penaltyschießen führten nicht zum ersten Sieg unter Trainer Aubin.

Nach etwas mehr als zwei Wochen der Vorbereitung fehlt damit noch immer ein spielerisches Erfolgserlebnis. Wie man damit am besten umgeht, können die Eisbären in den nächsten Tagen in Berchtesgaden besprechen, wo sie ein Trainingslager absolvieren, inklusive Teambuilding-Maßnahmen. Ob sich dadurch Verbesserungen einstellen, wird das Ende der Reise zeigen. Zwei Spiele in Wien (23.8.) und in Hradec Kralove/Tschechien (25.8.) stehen dann auf dem Programm.

Mehr zu den Eisbären finden Sie hier