Eishockey

Stéphane Richer: „Wir sind jünger und läuferisch besser“

Eisbären vor dem Trainingsstart: Mit nur sieben Ausländern und drei Probespielern geht es los.

Die sportliche Leitung der Eisbären: Sportdirektor Stéphane Richer (l.), Spielerentwickler Stefan Ustorf (M.) und Geschäftsführer Peter-John Lee.

Die sportliche Leitung der Eisbären: Sportdirektor Stéphane Richer (l.), Spielerentwickler Stefan Ustorf (M.) und Geschäftsführer Peter-John Lee.

Foto: Lisa Ducret / ZB

Berlin.. Zumindest im Eishockey ist der Sommer quasi vorüber. Beim EHC Eisbären startet die Vorbereitung, sechs Wochen lang präpariert sich das neue Team der Berliner für die kommende Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL), die für die Eisbären am 13. September mit einem Heimspiel gegen Wolfsburg beginnt. Acht Testspiele liegen in dieser Zeit vor dem EHC, das erste findet bereits am 11. August in Weißwasser statt. Die Morgenpost sprach mit Sportdirektor Stéphane Richer vor dem ersten gemeinsamen Training am Freitagabend.

Berliner Morgenpost: Herr Richer, Sie stehen nicht mehr als Interimstrainer an der Bande, sondern sind wieder einzig Sportdirektor. Was halten Sie vom neuen Team?

Stéphane Richer: Der erste Eindruck ist, dass die neuen Spieler gut in der Mannschaft angekommen sind, es herrscht eine gute Stimmung. Wir haben jetzt 30 Profis für das Trainingslager. Dazu gehören unsere ganzen jungen Spieler und auch drei Gastspieler, nur sieben Ausländerlizenzen sind bisher vergeben. Wir wollen jetzt anfangen, uns alles anzuschauen und dann sehen, ob wir ein oder zwei Ausländer mehr verpflichten.

Die medizinischen Tests und auch die Fitnesstests sind absolviert. Wie zufrieden ist der Sportdirektor?

Alle Infos habe ich noch nicht bekommen, aber ich habe schon ein bisschen einen Blick dafür. Alles sieht sehr gut aus, alle haben im Sommer viel investiert. Unser Fitnesstrainer hat mit den deutschen Jungs hier richtig hart gearbeitet, auch mit der Hilfe von Serge Aubin, der bereits seit 1. Juli in Berlin ist. Wir haben mit allen Spielern gesprochen, es war bei uns ein Thema im Sommer, dass wir bereit sein müssen, wenn das Trainingscamp anfängt, denn das wird sehr anstrengend werden. Bis jetzt bin ich zufrieden.

Mit Serge Aubin gibt es einen neuen Trainer. Die Mannschaft ist verkleinert worden, sie hat sich verändert auf vielen Positionen. Zwölf Profis gingen, sechs sind gekommen. Welcher Plan steckt dahinter?

Ich finde gar nicht, dass die Mannschaft so viel kleiner geworden ist. Man kann das nicht vergleichen mit dem Ende der letzten Saison. Da hatten wir zehn Ausländer unter Vertrag. Jetzt haben wird mehr junge Deutsche, denen wir eine Chance geben wollen. Das werden wir im Trainingslager alles genau analysieren, ob das passt für diese Saison.

Die Mannschaft ist also auf jeden Fall erst einmal jünger geworden. Was noch?

Es sieht so aus, als hätten wir auch ein Team, das etwas größer ist als in der vergangenen Saison. Aber wichtig ist ebenso, dass wir auch läuferisch besser sind. Denn wir wollen schnell spielen, das werden die Trainer in den nächsten Wochen immer wieder ansprechen. Denn wir wollen attraktives Eishockey spielen.

Wie sieht der Plan für die Probespieler Pierre-Cédric Labrie, Sébastien Sylvestre und Sebastian Streu aus?

Wir gehen da von Woche zu Woche. Alle drei haben einen Vertrag bis Ende August unterschrieben, danach werden wir entscheiden.

Welcher Mannschaftsteil hat sich Ihrer Meinung nach am meisten verändert?

Die Verteidigung, denke ich, denn dort sind die Ausländer komplett neu. Sonst ist die größte Veränderung wohl, dass wir insgesamt mehr junge Deutsche unter Vertrag haben.

Haben Sie darauf geachtet, was die Konkurrenz gemacht hat im Sommer?

Wenn man überall nachfragt, finden wohl alle, dass sie besser aufgestellt sind als in der vergangenen Saison. Wir müssen abwarten, wie das Trainingslager wird. Wichtig ist, dass wir uns von Woche zu Woche und von Spiel zu Spiel entwickeln und bereit sind, wenn das erste DEL-Spiel vor uns liegt.