Eisbären Berlin

Eisbären planen mit weniger Ausländern zum Saisonstart

Die Berliner überlegen, sich eine oder zwei Lizenzen länger offen zu halten. Trainingsstart der Eisbären am 2. August.

Die Fans der Eisbären dürfen sich auf ein Heimspiel in der Vorbereitung freuen.

Die Fans der Eisbären dürfen sich auf ein Heimspiel in der Vorbereitung freuen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Der Weg von Hohenschönhausen nach Charlottenburg ist nicht weit. Für manchen jungen Eishockeyspieler aber wäre in Zukunft eine Route über Weißwasser denkbar. Doch der enorme Umweg könnte sich lohnen, denn wer es aus Charlottenburg über Weißwasser nach Hohenschönhausen schafft, dem winkt eventuell ein Vertrag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) – als Profi beim EHC Eisbären.

Der Rekordmeister DEL geht in das vierte Jahr seiner Kooperation mit dem Zweitligisten Lausitzer Füchse „Die vergangene Saison hat gezeigt, wie beide Teams von der Kooperation profitieren können. Weißwasser hat eine der besten DEL2-Hauptrunden gespielt, auch aufgrund der Unterstützung unserer Jungs“, sagt Sportdirektor Stéphane Richer. „Wir als Eisbären wiederum konnten trotz unserer großen Verletzungsmisere fast immer einen vollen Kader aufbieten.“ In Fabian Dietz (20) nahmen die Berliner sogar einen Stürmer aus Weißwasser für die nächste Saison unter Vertrag.

Talente können auch bei den Preussen spielen

Die Lausitzer wiederum kooperieren nun mit einem neuen, unterklassigen Klub, um Talenten die Möglichkeit von Einsätzen zu bieten. Dieser Verein ist ab der kommenden Saison der ECC Preussen, bei dem Simon Braun – der Bruder von EHC-Verteidiger Constantin Braun – jetzt in Doppelfunktion als Sportlicher Leiter und Trainer tätig ist. Somit können Eisbären-Talente also durchaus für die Preussen spielen.

Für ihre eigene Mannschaft sind die Eisbären noch auf der Suche nach Stürmern. Sechs Lizenzen für ausländische Spieler sind bereits vergeben, drei hat der EHC noch zur Verfügung, um die pro Spiel zulässige Höchstzahl von neun Ausländern zu erreichen. Diesbezüglich gibt aber es neue Gedankenspiele. „Wir überlegen, nur einen oder vielleicht zwei Stürmer vor dem Beginn des Trainingslagers zu holen und eine Lizenz offen zu lassen für den Fall von Verletzungen“, so Richer, der ursprünglich geplant hatte, mit neun Ausländern in die Saison zu gehen.

Ein Heimspiel in der Vorbereitung gegen Pardubice

Bis zum Trainingsstart der Berliner ist noch etwas Zeit, die erste gemeinsame Einheit auf dem Eis in der Vorbereitung wird am 2. August stattfinden. Zuvor werden die medizinischen Tests durchgeführt. Bereits am 11. August kommt es in Weißwasser zum ersten Testspiel (16 Uhr). Anschließend reisen die Berliner zum Dolomiten Cup nach Neumarkt mit zwei Partien gegen den SC Bern (17. August, 20 Uhr) sowie die Augsburger Panther oder Valerenga Oslo (18. August, 16/20 Uhr).

Insgesamt acht Testspiele bestreitet der EHC vor dem Beginn der DEL-Saison am 13. September. Am 23. August (19.30 Uhr) treffen die Berliner in Wien auf den ehemaligen Klub des neuen Trainers Serge Aubin, die Capitals. Zwei Tage später wird in Hradec Kralove getestet (16 Uhr), am 1. September in Halle gegen Wolfsburg gespielt (15 Uhr) und am 7. September in Pardubice (19 Uhr). Zuvor aber kommt Dynamo Pardubice nach Berlin, wo am 30. August das einzige Heimspiel der Vorbereitung im Wellblechpalast ausgetragen wird (19.30 Uhr).