Eishockey-WM

Eisbär Noebels: „Das Niveau bei uns ist sehr gestiegen“

Bei der WM steht das deutsche Team vor entscheidenden Spielen. Trotz Startschwierigkeiten ist der Optimismus groß.

Marcel Noebels (r.) hilft seinem Kollegen Gerrit Fauser gegen Dänemark.

Marcel Noebels (r.) hilft seinem Kollegen Gerrit Fauser gegen Dänemark.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin/Kosice. Die Bilanz liest sich auf den ersten Blick gut. Zwei Spiele absolvierte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bislang bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei, beide Partien gegen Großbritannien (3:1) und Dänemark (2:1) wurden gewonnen. Das Soll ist erreicht. Spielerisch hingegen tat sich die Mannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm aber durchaus schwer.

Immerhin, der Trend stimmt. „Durch die zwei Siege haben wir Selbstvertrauen hinzugewonnen. Die Mannschaftsleistung war gegen Dänemark bereits auf einem viel höheren Niveau. Wir möchten gegen die kommenden Gegner unsere Stärken herausstellen“, so der Finne, der erstmals bei einem Turnier in der Verantwortung steht.

Die Mannschaft steht im Mittelpunkt

Für sein Debüt hat Söderholm auch ein paar Spieler der Eisbären Berlin ausgewählt. Verteidiger Jonas Müller (23) blieb bislang ohne Einsatz in Kosice, Stürmer Marcel Noebels (27) stand ebenso in beiden Partien auf dem Eis wie Angreifer Leonhard Pföderl (25), der nach der WM zu den Eisbären wechselt.

Natürlich stehen die Berliner etwas im Schatten von NHL-Star Leon Draisaitl, weniger wichtig sind sie im Plan von Söderholm deshalb nicht. „Er ist sehr hinterher, dass alle ihre Aufgaben erfüllen. Er legt sehr viel Wert auf die Mannschaft, es gibt keine Einzelspieler bei ihm“, erzählt Noebels.

Noebels und Pföderl noch ohne Treffer

Für ihn ist es inzwischen die fünfte WM, an der er teilnimmt, vergangenes Jahr gewann Noebels wie die anderen beiden Berliner auch Olympiasilber. Eine zu große Erwartung an die Leistungsfähigkeit der Mannschaft leitet er aus diesem unglaublichen Erfolg nicht ab. „Alle wissen ganz gut einzuschätzen, was in den letzten zwei Jahren passiert ist“, so der Angreifer: „Wenn wir in der Weltrangliste in den Top acht stehen, haben wir unsere Hausaufgaben erfüllt.“

Die Entwicklung betrachtet Noebels positiv, der wie Pföderl noch ohne Treffer und Vorlage ist. „Vor allem bei den Stürmern ist die Konkurrenz hoch. Das Niveau bei uns ist sehr gestiegen“, sagt der Berliner, der das Team näher an den Top-Nationen sieht als früher. Dies muss die Mannschaft nun in der Slowakei nachweisen.

Erst Frankreich, dann die Slowakei

Mit der Partie gegen Frankreich geht es am Dienstag weiter (20:15 Uhr). Mittwoch steht gegen den Gastgeber ein Schlüsselspiel im Kampf um Gruppenplatz vier und die Viertelfinal-Qualifikation bevor (20:15 Uhr, jeweils Sport1), denn die Slowaken haben die favorisierten US-Amerikaner zum Auftakt geschlagen. Söderholm bleibt vor den wichtigen Spielen gelassen: „Ich denke, dass die Jungs das Gefühl haben, dass sie mehr können.“