DEL-Viertelfinale

Für die Eisbären ist die Saison beendet

Die Eisbären verlieren das sechste Viertelfinalspiel gegen München und scheitern im DEL-Viertelfinale. Der K.o. kam in vier Minuten.

Eisbär Constantin Braun (l.) muss den Münchner Trevor Parkes ziehen lassen

Eisbär Constantin Braun (l.) muss den Münchner Trevor Parkes ziehen lassen

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. In 4:25 Minuten war fast alles erledigt. Ein Konter, eine doppelte Überzahlsituation, danach ein einfaches Powerplay. Auf den Rängen schwand die Hoffnung, in den Gesichtern der Profis des EHC Eisbären zeichnete sich der Frust ab.

Drei Gegentore in kurzer Zeit erstickten schon vor dem Ende des ersten Drittels die größten Ambitionen, gegen Red Bull München noch eine siebte Partie zu erreichen. So blieb der Mannschaft des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach 60 Spielminuten tatsächlich nur der Abschied in den Urlaub. Obwohl sie sich noch einmal aufbäumte. Trauriges Winken vom Eis auf die Ränge, trauriger Applaus von den Rängen für jene auf dem Eis.

Endstation Viertelfinale also. Erwartbar nach einer enttäuschenden Saison mit Platz neun nach der Punkterunde, fast aber doch etwas früh nach teilweise tollen Spielen gegen den Titelverteidiger. Doch mit 3:4 (1:4, 2:0, 0:0) ging das sechste Duell vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena verloren. In der „Best of seven“-Serie stand es damit 2:4. München zieht in das Halbfinale ein, die Berliner konzentrieren sich ab sofort auf die nächste Spielzeit. Darauf, was sie tun müssen, um vor allem in der Hauptrunde besser zu sein.

Eisbären scheitern zum dritten Mal an München

Zum dritten Mal hintereinander scheiterten die Eisbären also an den Bayern. Vor zwei Jahren im Halbfinale, vergangene Saison im Finale, diesmal im Viertelfinale. Aber wenigstens endete die Saison mal wieder zu Hause, anders als in den Jahren zuvor. Ein Trost ist das freilich nicht, zumal München schlagbar schien. Doch in den entscheidenden Momenten zeigten sich eben doch Unterschiede, besonders in dieser sechsten Partie.

Dass es schlecht begann, daran hatten sich die Berliner offenbar gewöhnt. Sie brauchten nicht lange, das 0:1 durch Maximilian Kastner zu verarbeiten (6.). Die Eisbären bewegten sich mutig nach vorn, und sie waren nach dem Ausgleich in Überzahl durch James Sheppard wie aufgedreht (9.).

Dabei überhitzten sie etwas. Erst ließen sie einen Konter zu, den Mads Christensen nutzte (14.), dann vergab Austin Ortega einen Penaltyschuss und den Ausgleich (15.). Anschließend trafen Michael Wolf (17.) und Justin Shugg (18.), als zwei EHC-Profis auf der Strafbank saßen.

Hoffnung durch Noebels und MacQueen

An sich waren die Eisbären gut im Spiel, lagen aber plötzlich 1:4 zurück. München hatte es recht leicht bei den Treffern. Andersherum schafften es die Berliner nicht, eine ähnlich lange doppelte Überzahlsituation so effektiv wie die Bayern zu verwerten. Sie kämpften sich dennoch zurück, Marcel Noebels (30.) und Jamie MacQueen im Powerplay (34.) verkürzten auf 3:4. Das Spiel wogte hin und her wie die Serie, doch trotz der erstarkten Berliner ließ München nicht mehr zu und bescherte den Eisbären das Saisonende.