DEL-Viertelfinale

Eisbären sehen sich für lange Serie gegen München gerüstet

Die Eisbären hoffen nach der knappen Niederlage gegen München zum Auftakt des Play-off-Viertelfinales auf einen Heimsieg am Freitag.

Die Eisbären wollen am Freitag gegen München jubeln

Die Eisbären wollen am Freitag gegen München jubeln

Foto: Armin Weigel / dpa

Berlin. Zum Schluss verlor Mark Olver doch noch den Faden. Im Interview nach dem Spiel der Eisbären gegen Red Bull München wusste der EHC-Stürmer bei einer Antwort irgendwann selbst nicht mehr, was er eigentlich hatte sagen wollen. Die Szene war jedoch die einzige während dieser Reise in den Süden, in der er oder seine Teamkollegen auf verlorenem Posten wirkten.

Ansonsten können die Berliner trotz der 2:3-Niederlage nach Verlängerung viel Positives aus der ersten Partie des Viertelfinales gegen den deutschen Meister mitnehmen. „Wir dürfen stolz auf unsere Leistung sein und mit erhobenem Haupt aus diesem Spiel herausgehen“, meinte Olver, der nach fünf Monaten Verletzungspause selbst ein vielversprechendes Comeback feierte.

Mit Blick auf das nächste Spiel am Freitag (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena) sagte Olver: „Wir müssen gar nicht groß etwas verändern, sondern einfach so weitermachen.“ München hatte zwar ein deutliches Chancenplus und war deutlich öfter in Überzahl, doch die Eisbären hielten mit viel Einsatz dagegen. Es war kaum zu erkennen, welches Team die Hauptrunde auf Platz zwei beendet hatte und welches lediglich als Neunter.

Eisbären hatten Antworten auf Münchens Angriffe

Berlin war perfekt vorbereitet auf seinen Gegner, so dass die Münchener über weite Strecken ihr Angriffsspiel nicht in der Art aufziehen konnten, wie sie es geplant hatten. „Wir haben viele Schüsse bekommen, aber die waren meist von außen“, sagte EHC-Trainer Stéphane Richer.

Auch im Powerplay tat sich Red Bull lange schwer, weil die Eisbären die Räume eng machten. „Berlin hat sehr aggressiv gespielt und uns auch in Überzahl nicht viel Zeit gegeben“, so Münchens Yannic Seidenberg. Am Ende kassierten die Eisbären jedoch genau eine Strafzeit zu viel – Justin Shugg besorgte in der elften Minute der Verlängerung in Überzahl den Siegtreffer. „Das ging länger, als uns lieb war“, sagte er.

Nach den Eindrücken von Mittwoch könnte das durchaus für die ganze Serie gelten. Im Heimspiel am Freitag streben die Eisbären nach dem schnellen Ausgleich. In den bisherigen Play-off-Duellen zwischen beiden Klubs setzte sich am Ende übrigens stets die Mannschaft durch, die das erste Spiel verloren hatte. Andererseits hat der EHC noch nie das wichtige erste Heimspiel einer Serie gegen München gewonnen. Die heutige Partie könnte somit zum Knackpunkt werden.