Eishockey

Martin Buchwieser: „Haben zu viele Strafen genommen“

Die Eisbären halten im ersten Viertelfinale in München über siebzig Minuten stark mit, leisten sich dann aber ein Foul zu viel.

Martin Buchwieser spielt seit 2017 für die Eisbären.

Martin Buchwieser spielt seit 2017 für die Eisbären.

Foto: Pa

Berlin. Am Ende eines bemerkenswerten Auftritts gab eine altbekannte Schwäche der Eisbären Berlin den Ausschlag. Das entscheidende Gegentor im ersten Viertelfinalspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kassierten die Berliner, nachdem sie sich zum wiederholten Mal durch ein Foul dezimiert hatten. So brachten sich die Eisbären beim 2:3 nach Verlängerung gegen den EHC Red Bull München selbst um den Lohn einer starken Leistung.

Eisbären hadern mit Unterzahl

„Ich glaube, wir haben einfach zu viele Strafen genommen“, räumte Angreifer Martin Buchwieser bei Magenta Sport ein. Schließlich hätte sein Team „bei fünf gegen fünf ab und zu ein Übergewicht“ gehabt. Zuversicht für das zweite Spiel der Best-of-Seven-Serie, das am Freitag (19.30 Uhr) in Berlin ausgetragen wird, gibt Buchwieser die ansonsten überzeugende Vorstellung gegen den deutschen Meister: „Wir haben alle drei Drittel und auch in der Overtime gut gespielt. Die haben das Tor gemacht, und wir haben es verpasst.“

Strafe gegen Frank Hördler war eine zu viel

Lange hatte es am Mittwoch so ausgesehen, als ob die Eisbären die vielen Strafzeiten schadlos überstehen würden. Bis zum Münchner K.o.-Treffer in der Verlängerung, bei dem sie Justin Shugg unbedrängt zum Schuss kommen ließen, hatten die Berliner auch mit einem Mann weniger auf dem Eis glänzend verteidigt. Fünf Mal war das in den 70 Minuten vor dem entscheidenden Tor der Fall.

Doch die Strafe gegen Frank Hördler war dann eine zu viel. Nur vier Sekunden später traf Shugg zum Sieg. So sah es auch Trainer Stéphane Richer: „Am Ende hat die Überzahl entschieden. Vorher haben wir sehr gut in Unterzahl gespielt.“

Eisbären stehen nun unter Druck

Verteidiger Danny Richmond hatte früh vor weiteren Strafen gewarnt. Das gelang den Eisbären nicht. So stehen sie nun vor dem ersten Heimspiel bereits gehörig unter Druck. Doch vielleicht ist die Auftaktniederlage sogar ein gutes Omen: Als die Berliner in den vergangenen beiden Spielzeiten in den Playoffs auf die Münchner trafen, gewannen sie jeweils das erste Spiel auswärts – verloren am Ende aber die Serien.

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