DEL-Viertelfinale

Eisbären unterliegen in der Verlängerung

Die Eisbären verpassen den Sieg im ersten Spiel gegen München nur knapp. In Unterzahl kassieren sie das 2:3

Eisbären James Sheppard (l.) im Vorwärtsgang

Eisbären James Sheppard (l.) im Vorwärtsgang

Foto: Lino Mirgeler / dpa

München. Für eine kleine Tradition hat es dann doch nicht gereicht. In den beiden Vorjahren gewannen die Eisbären im

im Play-off der Deutschen Eishockey Liga (DEL) immer das erste Spiel, wenn sie in München waren. Diesmal aber unterlagen sie nach Verlängerung 2:3 (0:0, 0:0, 2:2, 0:1) zum Auftakt der „Best of seven“-Serie im Viertelfinale gegen den Hauptrunden-Zweiten. Damit endete nach sechs Siegen in Folge auch die Serie der Berliner.

Bei den Eisbären gab es nach längerer Zeit wieder eine personelle Veränderung. Mittelstürmer Mark Olver kehrte nach monatelangen Handproblemen zurück in die Mannschaft und kam in München zu seinem erst zehnten Saisoneinsatz. Olver wurde dabei Teil eines Spiels, das zunächst nicht ganz nach den Erwartungen der Eisbären verlief. Zwar war die Partie schnell und bot kaum Ruhephasen, das war gegen die laufstarken Münchener vorhersehbar. Doch die Eisbären konnten die defensive Zone nur selten so schnell verlassen, wie sie es sich vorgenommen hatten.

Schuld daran waren auch etwas viele Strafzeiten, die die Berliner hinnehmen mussten. Doch mit dem Selbstvertrauen der vergangenen Wochen überstanden sie die zahlreichen Angriffe der Bayern. Selbst Akzente zu setzen im Spiel nach vorn, gelang den Eisbären nur selten, gute Chancen ergaben sich dann auch wenig. Der frühere Münchener Florian Kettemer hatte dabei noch die besten Möglichkeiten (9./19.).

Im dritten Abschnitt allerdings änderte sich das Bild, als Sean Backman einen Schuss von Brendan Ranford ins Netz lenkte (45.). Zwar hielt die Führung nur kurz, Frank Mauer glich aus (46.). Doch ein schöner Haken von Ranford öffnete ihm den Weg zum 2:1 (48.). Die Berliner mühten sich, den Vorsprung zu halten, mussten aber durch Justin Shugg das 2:2 hinnehmen (55.) und in die Verlängerung gehen. Dort war es dann eine Strafzeit, die den Eisbären zum Verhängnis wurde, erneut Shugg traf zum Sieg der Münchener (71.). Am Freitag treten die Berliner nun daheim zum zweiten Spiel der Serie an (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena.