Eisbären-Krise

Nach der verflixten Sieben soll die Pleitenserie enden

Die Eisbären wollen sich nicht ans Verlieren gewöhnen. Dafür muss der Zehnte in Bremerhaven endlich wieder Punkte holen.

Stürmer Florian Busch sieht Verbesserungen im Spiel des EHC

Stürmer Florian Busch sieht Verbesserungen im Spiel des EHC

Foto: Gladys Chai von der Laage / picture alliance / Gladys Chai von der Laage

Berlin. Florian Busch gab sich kämpferisch. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder gewinnen“, sagte der Stürmer der Eisbären, nachdem seine Mannschaft auch gegen Nürnberg mit 4:6 verloren hatte. „Und dann gewinnen wir sieben Spiele in Folge und sind wieder da.“ Als ob es so einfach wäre. Immerhin war die Pleite vom Freitag schon die siebte in Folge. Zwar würden die Berliner als Zehnter der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit Ach und Krach noch ins Pre-Play-off rutschen. Doch der Vorsprung auf die Krefeld Pinguine beträgt lediglich zwei Punkte.

Aber noch will auch EHC-Coach Stéphane Richer die Saison nicht vorzeitig herschenken. „Wir werden uns nicht ans Verlieren gewöhnen“, sagte er trotzig. Gegen Nürnberg zeigten die Eisbären zwei Drittel lang eine gute Leistung – das Mitteldrittel war wohl das beste, seit Richer kurz vor Weihnachten als Trainer übernommen hat. „Wir spielen kein schlechtes Eishockey, wir werden besser“, so Busch. Am Ende war das Ergebnis aber das gleiche wie zuletzt fast immer.

Zuletzt mit Krupp sieben Niederlagen in Serie

Aus den vergangenen zehn Spielen hat der EHC nur vier Punkte geholt, kein anderer Klub war im selben Zeitraum schlechter. Eine solche Serie schlägt auf das Gemüt. „Man geht mit der Situation ins Bett und steht am nächsten Morgen wieder damit auf“, sagte Stürmer Martin Buchwieser.

Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Am Sonntag reisen die Eisbären nach Bremerhaven (16.30 Uhr, Magentasport), gegen das man alle drei Saisonspiele gewonnen hat. Mut macht zudem ein Blick zurück: Vor fast genau zwei Jahren hatte es unter Uwe Krupp sieben Niederlagen gegeben, der Vorsprung auf Platz elf schmolz zwischenzeitlich auf drei Punkte. Damals kriegte der EHC noch die Kurve und erreichte sogar das Halbfinale.