Eishockey

Eisbären brechen im Schlüsselspiel auseinander

Die Berliner kassieren in Nürnberg die siebte Niederlage in Folge.

Eisbären-Stürmer Florian Busch hadert mit der Niederlage.

Eisbären-Stürmer Florian Busch hadert mit der Niederlage.

Foto: Laegler/ Eibner-Pressefoto / imago/Eibner

Nürnberg.  Es war Ladies Night in Nürnberg, zum Spiel der heimischen Ice Tigers gegen die Eisbären gab es am Freitagabend für jede Frau ein Glas Prosecco. Ein rustikaleres Getränk hätte eigentlich besser gepasst, schließlich war die Partie nun wahrlich kein Spiel für Feingeister, sondern angesichts der Tabellensituation beider Klubs vielmehr nackter Überlebenskampf. Es war ein direktes Duell um den Einzug ins Pre-Play-off – ein Spiel, das die Eisbären eigentlich auf keinen Fall verlieren durften. Am Ende hieß es 4:6 (1:2, 3:0, 0:4).

Zwischenzeitlich führten die Berliner zwar mit zwei Toren, doch nach vier Gegentreffern im letzten Drittel gingen sie am Ende erneut als Verlierer vom Eis. Nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten wird die Lage für den Rekordmeister nun immer prekärer.

„Das war heute ein Neun-Punkte-Spiel und wir haben es wieder verloren. Aber wenn es einmal schlecht läuft, dann läuft es eben einfach nur schlecht“, sagte Eisbären-Stürmer Florian Busch. Dabei hatte sich der verbliebene Rest des EHC-Kaders über weite Strecken gut verkauft. Dass gleich neun Spieler verletzt ausfielen, war den Berlinern nicht anzumerken. Im zweiten Drittel spielten sie Nürnberg bei einem Schussverhältnis von 22 zu vier sogar regelrecht an die Wand und konnten die Führung der Gastgeber durch Tore von Frank Hördler (27.), Sean Backman (27.) und Vincent Hessler (36.) in eine zwischenzeitliche Zwei-Tore-Führung umwandeln. Backman hatte auch schon im ersten Drittel getroffen. Doch die Eisbären konnten den Schwung nicht mitnehmen und brachen im Schlussabschnitt regelrecht auseinander. Ein Treffer von Shawn Lalonde (43.) sowie ein Hattrick des überragenden Nürnbergers Patrick Reimer (48./49./59.) sorgten dafür, dass die Eisbären auch das siebte Spiel in Folge verloren.

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