Duell um das Play-off

Eisbären mit zwei Rückkehrern zum Schlüsselspiel in Franken

Nürnberg rückt immer näher und setzt die Eisbären unter Druck. Die Berliner brauchen im Duell mit den Ice Tigers endlich wieder Punkte.

Constantin Braun spielt in Nürnberg für die Eisbären

Constantin Braun spielt in Nürnberg für die Eisbären

Foto: Soeren Stache / dpa

Hätte den Eisbären vor der Saison jemand gesagt, die Partie gegen die Nürnberg Ice Tigers wäre ein Gradmesser für den weiteren Verlauf dieser Spielzeit, hätte das wohl jeder sofort unterschrieben. Immerhin zählten beide Vereine im Vorjahr noch zu den Topteams der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Im Duell am Freitag (19.30 Uhr, live bei Magenta Sport) geht es für beide Vereine aber nicht darum, sich mit Blick auf das Play-off-Viertelfinale die beste Ausgangslage zu sichern. Diesmal ist die Angelegenheit sehr viel ernster. Nachdem beide bislang eine enttäuschende Runde spielen, geht es vielmehr darum, welcher Klub wenigstens noch das Pre-Play-off erreicht.

Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge haben die Eisbären (53 Punkte) als Neunter nur noch drei Zähler Vorsprung auf die Franken (50) auf Platz elf, die aber ein Spiel weniger absolviert haben. Zwischen den beiden Klubs steht noch Krefeld (51). „Für uns heißt es jetzt: Alles oder nichts“, sagt Eisbären-Stürmer Martin Buchwieser.

Auch Wissmann ist wieder mit dabei

Zusätzlich erschwert wird die Lage durch die andauernde Verletzungsmisere. Nachdem diese Woche noch Daniel Richmond (Muskelbündelriss) und Louis-Marc Aubry (Kniebeschwerden) ausgefallen sind, fehlen am Freitag gleich neun Spieler – und Trainer Stéphane Richer kann keinen gelernten Center aufbieten. Doch immerhin sind in der Verteidigung Kai Wissmann (nach Fingerbruch) und Constantin Braun wieder zurück im Team.

Letzterer feiert nach seiner monatelangen Therapie wegen seiner Alkoholabhängigkeit früher als erwartet sein Comeback. „Brauni ist zu mir gekommen und hat gesagt, dass er spielen und der Mannschaft helfen will“, so Trainer und Sportdirektor Richer: „Er hat die letzten drei Wochen sehr hart gearbeitet. Man sieht, dass er mit dem Tempo keine Probleme hat.“ Bei den Eisbären hoffen sie nun, dass Brauns Vorfreude auf das Spiel trotz der prekären Lage ansteckend wirkt. Er selbst sagt: „Ich werde schauen, dass ich meine gute Laune in der Kabine auf die Jungs übertrage.“