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Eisbären vermiesen Fans durch ein 2:6 die Sonderzug-Party

In Krefeld gehen die Berliner unter. Die Rheinländer stehen kurz davor, den EHC in der Tabelle auf Platz zehn zu verdrängen.

Himmel hilf: Eisbären-Trainer Stéphane Richer mit flehendem Blick

Himmel hilf: Eisbären-Trainer Stéphane Richer mit flehendem Blick

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Krefeld.  Eine größere Anzahl eigener Fans wird den EHC Eisbären in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kaum mehr begleiten. Etwa 1350 Anhänger, viele davon per Sonderzug angereist, waren am Sonntag in der Krefelder Arena. Doch selbst eine solch ungewöhnliche Kulisse in fremder Halle kann die Mannschaft nicht mehr animieren, ihr vermeintliches Potenzial abzurufen. Bei den Pinguinen unterlagen die Berliner 2:6 (0:2, 1:1, 1:3). Es war die vierte Niederlage in den jüngsten fünf Partien.

Kurz vor Ende des zweiten Abschnitts schallte es von den Rängen: „Wir wollen die Eisbären sehen.“ Eine eindringliche Bitte der vielen EHC-Fans, der die Spieler kurzzeitig nachzukommen schienen. Drei Sekunden vor Drittelende traf Frank Hördler, 16 Sekunden nach Beginn des Schlussabschnitts dann Louis-Marc Aubry. 2:3 nach missratener erster halber Stunde (Verteidiger Jonas Müller: „Wir waren immer einen Schritt zu langsam.“), endlich etwas Hoffnung.

Blick nach oben lohnt nicht mehr

Mehr als ein kurzes Aufflackern der Leidenschaft können die Berliner derzeit jedoch nicht bieten. Der Kampfgeist genügt nicht, um die spielerischen Defizite aufzufangen. Zu oft kamen die Berliner nicht aus der eigenen Zone, konnten dem Tempo des Gegners nicht folgen oder sich körperlich nicht durchsetzen. Was schließlich statt in einer Aufholjagd im Debakel endete. „Wir haben verdient verloren“, resümierte der frustrierte Abwehrspieler Jenx Baxmann nach der Partie.

Damit rückt der zehnte Platz in der Tabelle, den Krefeld einnimmt, für die Eisbären immer näher. Nur noch zwei Zähler liegen die Rheinländer hinter den Berlinern auf Rang neun. Nur der schon enorme Abstand auf Rang elf scheint die Eisbären davor bewahren zu können, nicht noch völlig aus den Pre-Play-off-Plätzen zu fallen. Der Blick nach oben auf Rang sechs und das sichere Viertelfinale verbietet sich aktuell.