Nach Trainerwechsel

So baut Stephane Richer die Eisbären Berlin um

Sportlich will Stephane Richter kleine Veränderungen vornehmen, bei der Suche nach einem neuen Coach sieht er keinen Druck.

Stéphane Richer übernimmt interimsweise als Trainer.

Stéphane Richer übernimmt interimsweise als Trainer.

Foto: pa

Berlin. Erstmals seit gut anderthalb Jahren stand Stéphane Richer am Donnerstagvormittag beim Training der Eisbären Berlin wieder mit auf dem Eis. Anfang 2017 war der 52 Jahre alte Kanadier als Assistent von Uwe Krupp in die Hauptstadt gekommen, bevor er im folgenden Sommer Sportdirektor wurde. Nach der Trennung vom bisherigen Headcoach Clément Jodoin übernahm Richer nun vorerst auch den Trainerposten beim siebenmaligen Meister der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Eisbären kassierten zuletzt vier Heimpleiten

Die erste Herausforderung erwartet ihn schon am Freitag (19.30 Uhr): Dann geht es für die Eisbären darum, in der Arena am Ostbahnhof gegen den Tabellenvierten Augsburger Panther die Serie von zuletzt vier Heimniederlagen zu beenden. «Ich musste erst umschalten. Aber heute lag meine ganze Konzentration darauf, eine gute Trainingseinheit vorzubereiten», sagte Richer am Donnerstag. «Wir haben ein paar Dinge geändert, damit der Fokus auf das Spiel gegen Augsburg da ist.» Vor allem fordert er von den Profis «mehr Aggressivität auf die Scheibe» und «größere Verantwortung in der Defensive.»

Auch personell plant Richer einige Neuerungen beim Liga-Neunten

So wird er die Angriffsreihen umstellen, die unter seinem Vorgänger über Wochen in gleicher Besetzung zusammengespielt hatten. «In den letzten Spielen haben wir bei fünf gegen fünf nicht so viele Tore geschossen, daher haben wir ein paar Sachen verändert», sagte er.

Zudem darf sich Verteidiger Mark Cundari, der zuletzt als überzähliger Ausländer auf der Tribüne gesessen hatte, Hoffnungen auf eine Rückkehr ins Team machen. «Wir werden am Freitag entscheiden, wer spielen wird», sagte Richer. Der Kanadier will sich aber auf punktuelle Veränderungen beschränken: «Die Überzahlformationen bleiben gleich, die Special Teams sind gut», sagte er.

Keinen Druck bei der Trainersuche

Wie lange Richer neben seinen Aufgaben als Sportdirektor auch Trainer bleiben wird, ist indessen noch offen. Bei der Suche nach einem neuen Coach sieht er sich nicht unter Zugzwang: «Da gibt es momentan keinen Druck. Wir werden uns alle Optionen anschauen und sind nicht in Panik», sagte er. «Im Moment liegt meine Konzentration auf der Mannschaft und darauf, alles zu analysieren, damit wir wieder Spiele gewinnen und die Konstanz zurückfinden.»

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