"Maßlos überschätzt"

Eisbären-Profi Florian Busch übt schonungslos Kritik

Die Berliner verloren mit 2:5 gegen Nürnberg. Florian Busch plädiert dafür, dass der Auftritt nicht ohne Folgen bleiben darf.

Florian Busch kritisiert die Leistung der Eisbären (Archivbild)

Florian Busch kritisiert die Leistung der Eisbären (Archivbild)

Foto: Mika Volkmann / picture alliance / Mika

Berlin. Bei den Eisbären Berlin herrscht nach der 2:5-Heimniederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) tiefe Ernüchterung. Florian Busch plädierte dafür, dass der Auftritt nicht folgenlos bleiben dürfe: "Es muss immer Konsequenzen geben im Leben", sagte der Angreifer am Dienstagabend. "Ich finde es gut, wenn man ein bisschen durchgreift. Vielleicht wachen wir dann mal auf."

Vor allem die chaotischen Anfangsminuten, in denen die Gäste drei Tore erzielten, gaben Anlass zu schonungsloser Selbstkritik. "Im ersten Drittel haben wir es natürlich versaut", sagte Busch. "Wir waren nicht da, waren nicht bereit und dachten wahrscheinlich, es geht von alleine. Da haben wir uns maßlos überschätzt und Nürnberg unterschätzt."

Eisbären leisten sich viele Fehler

Für Trainer Clément Jodoin war die schwache Vorstellung in den ersten Spielminuten "schwer zu erklären", nachdem das Team zwei Tage zuvor beim 5:2 in Köln noch eine "in jeder Hinsicht exzellente" Leistung gezeigt hatte. Der Kanadier monierte vor allem die vielen fatalen Fehler: "Puckverluste töten einen immer", sagte er. Im zweiten Drittel habe sich die Mannschaft immerhin bemüht, aber ihre Chancen nicht genutzt, um dem Spiel noch eine Wende zu geben.

So kassierten die Berliner die vierte Heimpleite in Serie und rutschten auf den neunten Tabellenplatz ab. Angesichts der erneuten Enttäuschung forderte Jodoin von seinen Profis, die eigene Einstellung zu hinterfragen: "Jeder Spieler muss jetzt ernsthaft in den Spiegel schauen und seine Leistung analysieren", sagte er.

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