DEL

Eisbären erleben ein Desaster gegen den Letzten

Die Eisbären Berlin kassieren gegen DEL-Schlusslicht Schwenningen ein 1:3 und werden mit Pfiffen von ihren Fans verabschiedet.

James Sheppard (l.) traf für die Eisbären gegen Schwenningen. Die Niederlage konnte er allerdings nicht verhindern

James Sheppard (l.) traf für die Eisbären gegen Schwenningen. Die Niederlage konnte er allerdings nicht verhindern

Foto: Mario Stiehl / imago/Mario Stiehl

Berlin.  Einmal im Jahr zelebrieren die Eisbären mit der „LA-Kings-Nacht“ ihre Verbundenheit mit dem Mutterklub aus Los Angeles. Was als großes Fest gedacht war, mutierte am Freitag beim Spiel gegen die Schwenninger Wild Wings zum Desaster.

Dabei waren die Schwarzwälder bis dahin eigentlich so etwas wie der Lieblingsgegner des EHC gewesen. Die vergangenen sieben Spiele gegen Schwenningen hatten die Eisbären allesamt gewonnen, doch momentan hilft offenbar nicht einmal das. Mit dem 1:3 (0:0, 1:2, 0:1) gegen den Tabellenletzten kassierten die Eisbären bereits ihre dritte Niederlage in Folge, zudem war es die dritte Heimpleite hintereinander.

Trainer Clément Jodoin hatte trotz der jüngsten Misserfolge personell nichts verändert, er vertraute stattdessen darauf, dass seine Spieler mehr Einsatz zeigen würden als zuletzt. Doch die Eisbären hatten kaum klare Gelegenheiten, selbst das sonst so starke Powerplay blieb blass. „Wir haben uns schwer getan, ins Spiel zu finden“, sagte Stürmer Marcel Noebels.

10.488 enttäuschte Zuschauer

Mirko Sacher (28.) brachte die Gäste in Führung, doch James Sheppard (29.) glich postwendend aus. Anstatt nun den Schwung mitzunehmen, ließen die Eisbären weiter fast alles vermissen. Besser machten es die Wild Wings, die durch Jussi Timonen (39.) und Ville Korhonen (45.) ihren erst dritten Auswärtssieg in dieser Saison einfuhren.

Mit gellendem Pfeifkonzert ließen die 10.488 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena die Eisbären wissen, was sie von deren Auftritt hielten. Und Jodoin zürnte: „Wir haben es nicht geschafft, den Druck zu erzeugen, den es braucht, um ein Spiel zu gewinnen.“

Durch die Niederlage rutschen die Berliner in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) auf Rang neun ab.