Eishockey

Eisbären treffen jetzt auf die Kellerkinder

Der Vizemeister der Deutschen Eishockey Liga muss am Freitag in Iserlohn spielen. Das ist nicht so einfach, wie es sich anhört.

Eisbären-Trainer Clément Jodoin

Eisbären-Trainer Clément Jodoin

Foto: Matthias Balk / dpa

Nach zuletzt heiklen Aufgaben steht der EHC Eisbären in den nächsten Partien der Deutschen Eishockey Liga (DEL) vor einem Kontrastprogramm. Mit den Iserlohn Roosters (Platz 11), den Grizzlys Wolfsburg (13) und den Schwenninger Wild Wings (14) müssen sich die Berliner jetzt mit den Kellerkindern messen. Überheblich sein darf der Sechste, der sich weiter nach vorn orientieren will, dabei nicht. „Iserlohn kassiert viele Tore, aber sie schießen auch viele Tore. Sie sind eine offensivstarke, schnelle Mannschaft,“, sagt EHC-Trainer Clément Jodoin, dessen Team am Freitag im Sauerland antritt (19.30 Uhr).

Die Berliner werden dabei in derselben Besetzung wie in den vergangenen Wochen antreten: also ohne Verteidiger Mark Cundari. Der 28-jährige Kanadier erhält als überzähliger Ausländer trotz des vergleichsweise leichten Programms keine Bewährungschance. „Die sportliche Leitung hat gemeinsam beschlossen, dass wir keine Rotation wollen“, so Jodoin, der damit nicht Cundaris Fähigkeiten infrage stellen will. Man habe sich einfach gegen eine Rotation entschieden.

Schwierige Situation für Verteidiger Cundari

Für den Abwehrspieler, der in nur 13 Partien mit drei Treffern zweitbester Schütze der Defensive ist, ergibt sich damit eine schwierige Lage. „Ich würde natürlich gern spielen. Aber wegen der Importsituation musste eine Entscheidung getroffen werden. Die ging bisher auf meine Kosten, aber ich muss sie respektieren“, so Cundari, der erst im Sommer geholt worden war, nun aber augenscheinlich lediglich auf die Verletzung anderer Spieler warten kann – oder sich alternativ nach anderen Optionen außerhalb Berlins umsehen muss.

Der Trainer sieht sein Team derzeit offenbar in einer wichtigen Phase, in der sich die Mannschaft weiterentwickeln kann. „Wir haben ein bestimmtes Niveau erreicht, müssen uns aber noch in bestimmten kleinen Bereichen verbessern“, sagt Jodoin. Dabei würde eine Rotation zu diesem Zeitpunkt wohl eher stören.

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