Eishockey

Eisbären-Coach bleibt trotz des Erfolgs in Mannheim kritisch

Die Berliner gewannen zwar mit gegen Mannheim, aber Trainer Clement hat die schwache Vorstellung gegen Köln noch nicht verarbeitet.

Foto: Matthias Balk / dpa

Mannheim/Berlin. Für die Fans der Eisbären Berlin ist ein Sieg gegen den Erzrivalen Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) immer ein besonderer Grund zum Feiern - vor allem, wenn er so dramatisch zustande kommt, wie das 3:2 am Sonntag. Florian Busch hatte ihn mit seinem Siegtreffer erst 18 Sekunden vor der Schlusssirene sichergestellt. Trainer Clément Jodoin war nach dem Spiel allerdings nicht nach Euphorie zumute - zu frisch war die Erinnerung an die schwache Vorstellung beim 0:4 gegen die Kölner Haie zwei Tage zuvor.

So fiel sein Fazit nüchtern aus: "Im ersten Drittel haben wir einige Strafzeiten genommen, dadurch hatte Mannheim die Oberhand. Im zweiten Abschnitt lief es andersherum, und im Schlussdrittel war das Spiel ausgeglichen. Es hätte in beide Richtungen gehen können", sagte der Kanadier. "Den Unterschied haben die Special Teams gemacht, weil wir im Powerplay getroffen haben."

Trainerlob für Torwart Kevin Poulin

Zudem lobte der Trainer seinen Keeper Kevin Poulin, der dreißig Torschüsse des Tabellenführers mit teilweise glänzenden Paraden entschärft hatte, und dessen Gegenüber Chet Pickard: "Wenn ich Sterne verteilen müsste, würde ich sie den Torhütern geben. Beide waren herausragend", sagte er.

Die vorherige Niederlage mochte Jodoin aber nicht auf sich beruhen lassen: "Ich war sehr enttäuscht, weil die Mannschaft am Freitag nicht anwesend war. Für mich ist es inakzeptabel, dass wir nicht dagegengehalten haben", sagte er. "Ich habe den Spielern gesagt, dass ein Profi in jedem Wechsel arbeiten muss. Nur so kommt man auf den richtigen Weg." In Mannheim bewies sein Team, dass es den Trainer verstanden hatte.

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