Eishockey

Eisbären Berlin gegen Mannheim wieder in Hochform

Beim Tabellenführer Adler Mannheim gewannen die Berliner mit 3:2. Florian Busch entschied das temporeiche, intensive Spiel.

Florian Busch gelang der Siegtreffer zum 3:2 in Mannheim

Florian Busch gelang der Siegtreffer zum 3:2 in Mannheim

Foto: Imago/Eibner

Erst seit zehn Wochen spielt Kevin Poulin bei den Eisbären, doch die Rivalität der Berliner mit den Adlern Mannheim hatte der Torhüter schnell verinnerlicht. Jedes Mal, wenn der EHC gegen die Kurpfälzer antritt, wächst der Kanadier zu Hochform. Schon beim ersten Duell im Oktober hatte Poulin seinem Team den Sieg beschert, obwohl der Gegner klar überlegen war. Auch in der Partie am Sonntag war er überragend und bescherte den Berlinern beim 3:2 (0:1, 2:0, 1:1) gegen den Tabellenführer die drei Punkte.

Allerdings war der Sieg dieses Mal nicht ausschließlich Poulins Verdienst, sondern der Lohn einer insgesamt starken Mannschaftsleistung. Von Beginn an gingen die Eisbären mit viel Schwung zur Sache – Florian Busch prüfte nach knapp drei Minuten den Pfosten. Das erste Tor schossen aber die Gastgeber: Brendan Mickelson (10.) traf per Bauerntrick, nachdem Kevin Poulin ein einziges Mal unachtsam war.

Nun waren die Adler am Drücker. 15:3 lautete die Schussbilanz nach dem ersten Drittel, doch Poulin war nun hellwach. Im zweiten Abschnitt zeigte sich ein komplett anderes Bild. Die Eisbären waren jetzt deutlich häufiger im gegnerischen Drittel zu finden. Sean Backman (21.) besorgte in Überzahl den Ausgleich, Jamie MacQueen (39.) traf ebenfalls mit einem Mann mehr zur Führung. „Unser Powerplay funktioniert, das braucht es auch, um Spiele zu gewinnen“, so der Torschütze. Trainer Clément Jodoin sagte: „Am Ende haben die Special Teams das Spiel entschieden.“

Es war eine hochklassige Partie, in der sich beide Teams nur selten einmal eine Verschnaufpause gönnten. „Es ist einfach immer eine gute Show, wenn diese Klubs aufeinandertreffen“, meinte Berlins Verteidiger Daniel Richmond. Falls bis dahin tatsächlich jemand noch nicht mitbekommen hatte, wie rasant es auf dem Eis zur Sache ging, so lieferte Thomas Larkin zu Beginn des Schlussdrittels den Beweis. Der Mannheimer traf nach nur acht Sekunden quasi vom Bully weg zum Ausgleich. Beide Teams drängten jetzt auf den Sieg, aber Kevin Poulin hielt selbst in Bauchlage noch jeden Puck fest. 18 Sekunden vor dem Ende war es dann Florian Busch, der zum Siegtreffer einnetzte. „Heute hätten beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt“, sagte er.

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