Eishockey

Eisbären gehen gegen die Kölner Haie unter

Die Berliner freuen sich über die größte Kulisse dieser Saison, liefern aber beim 0:4 gegen die Haie ein schwaches Heimspiel ab.

Eisbären-Trainer Clément Jodoin erlebte die höchste Heimniederlage dieser Saison

Eisbären-Trainer Clément Jodoin erlebte die höchste Heimniederlage dieser Saison

Foto: Matthias Balk / dpa

Es war in jeder Hinsicht eine extreme Woche für die Eisbären. Am Dienstag gegen Straubing war den Berlinern vor einer Minuskulisse noch der höchste Saisonsieg gelungen. Am Freitagabend gegen die Kölner Haie war die Situation genau umgekehrt: 13.930 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena bedeuteten einen Rekord für die laufende Spielzeit. Gleiches galt allerdings auch für das Ergebnis von 0:4 (0:3, 0:0, 0:1), es war die höchste Heimniederlage in dieser Saison.

Nach zuvor drei Siegen in Folge waren die Eisbären nicht wiederzuerkennen. Nur im ersten Drittel konnten die Gastgeber noch halbwegs mithalten. Doch Köln spielte gnadenlos effektiv und führte durch Überzahltore von Alexander Oblinger und Sebastian Uvira (15./20.) sowie einen weiteren Treffer durch Kai Hospelt (17.) bereits zur ersten Pause mit 3:0.

Auch danach – zum zweiten Drittel wechselten die Berliner den Torhüter: Maximilian Franzreb ersetzte Kevin Poulin – blieb das erhoffte Aufbäumen aus. Stattdessen rissen die Haie das Heft des Handelns endgültig an sich. Die Gäste waren gedankenschneller und läuferisch klar überlegen, dagegen hatte der EHC bis auf einen Lattentreffer von Jonas Müller kaum nennenswerte Chancen. Erst im Schlussdrittel kamen die Eisbären noch einmal stärker auf, doch ein Tor gelang ihnen zum zweiten Mal in dieser Saison nicht. Stattdessen besorgte erneut Oblinger in der 54. Minute den 0:4-Endstand.

„Wir machen es uns durch viele Strafzeiten im ersten Drittel schwer, danach laufen wir immer hinterher“, sagte Kapitän André Rankel. Durch die Niederlage tauschten die Eisbären und die Haie die Plätze in der Tabelle, in der sie jetzt auf Rang sechs liegen. Die Berliner müssen am Sonntag nun zum Tabellenführer nach Mannheim.

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