Eishockey

Hördler rettet die Eisbären und seinen schwarzen Tag

Der Berliner Verteidiger leistet sich beim 4:2 in Ingolstadt erst einen haarsträubenden Fehlpass – und erzielt später den Siegtreffer

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Ingolstadt/Berlin.  Frank Hördler stand beim Spiel der Eisbären gegen den ERC Ingolstadt gleich doppelt im Mittelpunkt. Im ersten Drittel hatte der Verteidiger mit einem Fehlpass noch einen Gegentreffer verursacht. Doch ebenso wie die Eisbären insgesamt zurückkamen und das Spiel letztlich mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) gewannen, nahm die Partie speziell für Hördler ein glückliches Ende: Sein Treffer im Schlussdrittel bescherte dem EHC drei wichtige Punkte im Kampf um Platz vier. „Das ganze Spiel war ein Hin und Her“, fasste Hördler die Begegnung treffend zusammen.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Berlin. Nachdem Louis-Marc Aubry nach fünf Minuten zunächst nur den Pfosten traf, erzielte Brendan Ranford (10.) die verdiente Führung. Er musste nach starker Vorarbeit von Florian Kettemer nur noch die Kelle hinhalten. Auch körperlich waren die Eisbären von Beginn an sehr präsent. James Sheppard behauptete den Puck in einer Szene sogar ohne Schläger noch vor seinem Gegenspieler. In der Folge schlichen sich jedoch erneut individuelle Fehler ein, wie sie Trainer Clément Jodoin zuletzt immer wieder beklagt hat.

Auf das Powerplay ist Verlass

Auch ein solch erfahrener Spieler wie Hördler war davor nicht gefeit: Sein schlampiger Pass ermöglichte Ingolstadt den Ausgleich (12.) durch Tyler Kelleher, auch beim Führungstreffer für die Gastgeber durch Patrick Cannone (18.) fehlte danach die Zuordnung in der Berliner Verteidigung. Auf ihr starkes Überzahlspiel können sich die Eisbären aber verlassen. In der 22. Spielminute schlug das zweitbeste Powerplay der Liga erneut zu, Sean Backman vollendete zum Ausgleich.

Nur die Ingolstädter sind in dieser Kategorie noch erfolgreicher, doch die Berliner standen am Sonntag kompakt und hielten sich auch mit einem Mann weniger auf dem Eis schadlos. Im Schlussdrittel ließen sie ihrerseits gleich mehrere gute Gelegenheiten in Überzahl ungenutzt. Das entscheidende Tor von Hördler (48.) fiel schließlich, als Ingolstadt nach einer erneuten Strafzeit gerade wieder komplett war. André Rankels Schuss ins leere Tor (60.) machte den Auswärtssieg perfekt.

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