Eishockey

Rettung in letzter Minute für die Eisbären Berlin

Florian Kettemer erlöst die Eisbären nach einem 0:2-Rückstand gegen Düsseldorf im Penaltyschießen.

Florian Kettemer trifft im Penaltyschießen zum Sieg.

Florian Kettemer trifft im Penaltyschießen zum Sieg.

Foto: dpa

Auf einen schwarzen Freitag hatten sich die Eisbären eingestellt, seit Tagen schon waren die Hinweise zur groß angelegten Rabattaktion auf der Webseite des Vereins nicht zu übersehen. Einen schwarzen Donnerstag konnten die Berliner im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG dagegen gerade noch abwenden. Nach langem Rückstand drehte der EHC die Partie und siegte am Ende mit 3:2 (0:1, 0:0, 2:1, 1:0) nach Penaltyschießen. Damit rücken die Berliner wieder näher an die Spitzengruppe der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) heran.

Vor dem Spiel hatte EHC-Geschäftsführer Peter John Lee noch versöhnliche Töne in der Causa Fanbogen angeschlagen. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass der Fanbogen ein einzigartiges Projekt in der DEL ist und aufgrund seiner Bedeutung für die Fankultur absolut erhaltenswert“, sagte er. Die Fans kämpfen derzeit für den Erhalt der Container, die ihnen als Treffpunkt vor und nach den Heimspielen dienen. Im Zuge des Umbaus des Areals rund um die Mercedes-Benz Arena sollen sie verschwinden, wogegen viele der 9218 Zuschauer am Donnerstag wieder lautstark protestierten. Lee sagte, man arbeite an Alternativen für den Verbleib des Treffpunkts. „Auch wir sind der Meinung, dass der Fanbogen in Zukunft zum Eisbären-Fanleben dazugehören muss.“

Auch auf dem Eis gelang den Berlinern die Wiedergutmachung. Dabei war der EHC dem Tabellendritten zunächst körperlich klar unterlegen. Gerade in der Anfangsphase durften die Gäste oft zu leicht durch die Abwehr der Berliner spazieren. Die Eisbären hatten Glück, dass Düsseldorf nur ein Tor durch Patrick Buzas (3.) zustande brachte. Zu Beginn des zweiten Drittels hatten sie selbst in doppelter Überzahl die große Chance zum Ausgleich. Zwar verpassten die Gastgeber die Gelegenheit, zeigten nun aber einen couragierteren Auftritt. Das 0:2 durch Alexander Barta (44.) schien sie nur noch mehr anzustacheln. Plötzlich war Berlin das bessere Team und kam durch Brendan Ranford (48.) und Jamie MacQueen (49.) innerhalb von 30 Sekunden zum Ausgleich. Die Eisbären machten Druck und wurden im Penaltyschießen dafür belohnt: Florian Kettemer traf zum viel umjubelten Siegtreffer.

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