Champions League

Eisbären gehen in Europa unter wegen vieler Strafen

Berlins Eishocketeam scheidet nach der vierten Niederlage vorzeitig aus. Der neue Trainer schimpft über viele Undiszipliniertheiten.

Torwart Marvin Cüpper bekam an diesem Wochenende gleich zehn Gegentore eingeschenkt, viele davon in Unterzahl

Torwart Marvin Cüpper bekam an diesem Wochenende gleich zehn Gegentore eingeschenkt, viele davon in Unterzahl

Foto: nordphoto / Straubmeier / picture alliance / nordphoto

Die Eisbären spielten bei Kometa Brno wieder prima mit, verloren beim tschechischen Meister aber mit 3:4 (2:2, 1:1, 0:1), damit sind die Berliner in der Champions Hockey League (CHL) bereits vor den beiden abschließenden Gruppenspielen gegen Grodno (Weißrussland) im Oktober ausgeschieden.

Nach zuvor drei Niederlagen war klar, dass die Eisbären am Sonntag unbedingt gewinnen mussten, um die Hoffnung auf das Play-off zu wahren. Zudem waren sie von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängig. Aufgegeben hatten sie sich aber noch nicht. Zumal es ja auch darum ging, vor dem Start in der Deutschen Eishockey-Liga am kommenden Freitag gegen Red Bull München noch einmal Selbstvertrauen zu tanken. Doch nach zehn Gegentreffern an einem Wochenende ist nicht nur bei den 200 mitgereisten Fans nun eher Alarmstimmung angesagt.

Das Team von Trainer Clément Jodoin suchte in Brno den schnellen Abschluss, zunächst mit Erfolg: Die Gäste gingen durch Sean Backman (7.) und James Sheppard (10.) in Führung. Aber dann traf Kometa dreimal hintereinander (12./16./32.), darunter zweimal im Powerplay. Das Unterzahlspiel bleibt in dieser Saison also die große Schwäche der Eisbären. Zwar klappte es kurz darauf mit einem Mann mehr besser – Jamie MacQueen gelang in Überzahl der Ausgleich (38.). Doch ein weiterer Powerplay-Treffer durch Alexandre Mallet (43.) besiegelte das Aus. „Wir müssen lernen, 60 Minuten diszipliniert zu spielen. Wir haben Potenzial, aber wir müssen es auch abrufen“, kritisierte Trainer Jodoin seine Profis. Besser machten es Meister München (3:0 in Minsk) und Nürnberg (4:3 gegen Oulu), die jeweils ihren dritten Sieg feierten.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.