Eishockey

Mit Disziplin wollen die Eisbären in der CHL punkten

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in der CHL brauchen die Eisbären am Wochenende in Zug und Brno mehr als nur einen Sieg.

Eisbären-Fans in der Champions League

Eisbären-Fans in der Champions League

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Marcel Stein

Eine Handvoll Spieler konnte nicht genug kriegen. Das Trainingsende war extra eine Stunde nach vorn verlegt worden, damit wegen der frühen Abreise des EHC Eisbären nach Zug (Schweiz) alles reibungslos funktioniert. Doch ein paar Profis wollten einfach nicht vom Eis. Teambetreuer Dirk Perschau musste erst energisch darauf hinweisen, dass die Zeit langsam knapp wird, bevor die Jungs schließlich flotten Schrittes in die Kabine marschierten.

Der Einsatzwille stimmt also schon mal bei den Berlinern, weshalb Trainer Clément Jodoin „mit einem guten Gefühl“ in dieses Wochenende geht. Als nach zwei Spielen in der Champions Hockey League (CHL) einziges punktloses Team der Gruppe D stehen die Eishockeyprofis aus Berlin allerdings unter einigem Zugzwang. „Wir wollen die Situation so gestalten, dass nach dem Wochenende noch alles möglich ist“, sagt Verteidiger Jens Baxmann. Nur ein Sieg aus den Partien am Freitag beim EV Zug (19.45 Uhr, DAZN) und am Sonntag bei Kometa Brno (17 Uhr, DAZN) könnte fast schon zu wenig sein, um noch als Zweiter der Vierergruppe in die nächste Runde einzuziehen.

Noebels nicht mehr dabei, Cüpper spielt

Spielerisch sieht Trainer Jodoin eine Woche vor dem Start der heimischen DEL keine Probleme bei seinem Team. „Wenn wir alle Spieler auf dem Eis haben, haben wir eine Chance. Wir spielen intensiv und aggressiv“, sagt der Kanadier. Doch die Probleme mit der Disziplin verhinderten zuletzt einen möglichen Heimsieg gegen Zug (3:5) und Brno (2:3). Deshalb sei dies jetzt der Schlüssel zum Erfolg.

Erstmals wird in Zug nun Marvin Cüpper im Tor stehen, der bislang wegen einer Verletzungspause noch nicht spielen konnte. Nicht mit dabei ist Stürmer Marcel Noebels, der in den ersten beiden Gruppenspielen ein Tor und eine Vorlage beisteuerte. Noebels fliegt am Sonntag nach Boston und folgt damit der Einladung in das Trainingscamp des NHL-Klubs Boston Bruins. Das wird zu ein paar Umstellungen in den Sturmreihen führen, Jodoin will zudem kleine Anpassungen im System vornehmen. „Wir müssen an unserem Potenzial spielen“, sagt der Trainer und wirkt dabei sehr zuversichtlich, dass seine Mannschaft dazu in der Lage ist. Sie müssten nur umsetzen, was sie im Training geübt hätten, so der Coach.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.