Eishockey

Torhüter Franzreb ist bereit für den nächsten Schritt

Zuletzt wurde Franzreb beim Zweitligisten Weißwasser eingesetzt - nun will er sich einen Stammplatz im Profi-Kader erkämpfen.

Franzreb steht seit 2016 bei den Eisbären unter Vertrag

Franzreb steht seit 2016 bei den Eisbären unter Vertrag

Foto: Picture Alliance

Berlin.  Maximilian Franzreb war schon auf dem Weg in die Kabine, um seine Sachen zu packen, als er hörte, wie erneut sein Name ausgerufen wurde. Der Torwart der Eisbären Berlin war beim Vorbereitungsturnier in Pardubice (Tschechien) bereits als bester Torhüter ausgezeichnet worden, doch eine größere Ehrung stand ihm noch bevor: die als wertvollster Spieler des Turniers.

In drei Spielen gegen europäische Spitzenteams hatte Franzreb nur vier Treffer kassiert, blieb einmal sogar ohne Gegentor. „Mein erster Gedanke war: ,Wow, da habe ich wohl irgendetwas richtig gemacht‘“, sagt Franzreb. Denselben Impuls dürften auf der Tribüne auch die Verantwortlichen der Eisbären gehabt haben. Schließlich hatte es im Sommer durchaus für Verwunderung gesorgt, dass der EHC nach dem Karriereende von Petri Vehanen keinen erfahrenen Keeper verpflichtet hatte.

Trainer Clémont Jodoin setzt auf jüngste Torhüter-Duo

Stattdessen setzt Berlins neuer Trainer Clémont Jodoin auf das jüngste Torhüter-Duo der Deutschen Eishockey-Liga (DEL): Marvin Cüpper ist 24 Jahre alt, Maximilian Franzreb sogar noch zwei Jahre jünger. „Wir haben volles Vertrauen in unsere beiden Torhüter“, betont Sportdirektor Stéphane Richer. Weil Cüpper derzeit angeschlagen ist, sieht es so aus, als ob Maximilian Franzreb zum Saisonstart in der Champions League kommende Woche Freitag (31.8., 19.30 Uhr) im Kasten stehen wird. Zuvor bestreiten die Eisbären diesen Freitag ein letztes Testspiel in Dresden gegen Verva Litvinov (Tschechien).

Franzreb steht seit 2016 bei den Eisbären unter Vertrag. In den vergangenen beiden Spielzeiten wurde er jedoch hauptsächlich beim Zweitligisten Weißwasser eingesetzt, dem Kooperationspartner der Berliner. Im Vorjahr schaffte er dort den Sprung zur Nummer eins, 45 Einsätze standen am Ende zu Buche – nur zwei Torhüter spielten häufiger.

In der DEL ist das Tempo allerdings noch einmal deutlich höher, doch Franzreb nimmt die Herausforderung an. „Es bringt ja nichts, wenn man nervös wird, das steckt nur die Mitspieler an“, sagt er. Stéphane Richer meint: „Er strahlt trotz seines Alters schon eine unglaubliche Ruhe aus. Ich denke, er ist bereit für den nächsten Schritt.“ Man müsse junge Torhüter auch spielen lassen, damit sie sich weiterentwickeln – beste Beispiele seien Danny aus den Birken und Dennis Endras (beide Mannheim), die schon in jungen Jahren viel Eiszeit bekamen und mittlerweile zu den Besten in Europa gehören. Bei den Eisbären hoffen sie, dass Maximilian Franzreb eine ähnliche Entwicklung nimmt.

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