Eishockey

Cundari ist ein Mann für das Powerplay

Mark Cundari ist der erste Eisbären-Zugang des Sommers. Jetzt suchen die Berliner noch nach zwei Stürmern.

Mark Cundari (l.) im Zweikampf mit Mannheims Luke Adam

Mark Cundari (l.) im Zweikampf mit Mannheims Luke Adam

Foto: pa

Berlin. Die profanen Dinge des Managerlebens beschäftigen Stéphane Richer gerade am meisten. Wohnungen für die Spieler organisieren, die Flüge für die Anreise der Profis zum Trainingsbeginn des EHC Eisbären buchen Ende Juli buchen. Die Vervollständigung des Kaders des Vizemeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gehört natürlich auch zu Richers Aufgaben, diese fällt aber überschaubar aus nach einer Reihe von Vertragsverlängerungen kurz nach dem Saisonende.

Eine der wenigen zu klärenden Personalien können die Berliner nun abhaken. Sie nahmen Mark Cundari von den Augsburger Panthern als erste Neuverpflichtung des Sommers unter Vertrag. „Nach der Analyse der Saison war ganz einfach zu sehen, was wir brauchen. Mark soll uns in Überzahl helfen. Er hat bewiesen, dass er das kann“, so Sportdirektor Richer. Zwei Jahre verbrachte der 28-jährige Kanadier in Schwaben und spielte für einen Verteidiger sehr auffällig mit je zehn Toren und über 20 Vorlagen. Cundari agiert klug, ist läuferisch und technisch begabt. „Er passt gut in das Puzzle“, so Richer, dessen Team zuletzt unter einer großen Schwäche in Über- sowie Unterzahl litt.

Die Abwehr der Eisbären ist damit fast komplett, nur Jens Baxmanns wahrscheinlicher Verbleib muss noch endgültig entschieden werden. Im Angriff sollen noch zwei Stürmer hinzukommen. „Jemand wie Nicholas Petersen ist nur schwer durch einen Spieler zu ersetzen“, sagt Richer. Der Topscorer verließ den EHC in Richtung Österreich, lange soll der Ersatz nicht mehr auf sich warten lassen. „Wir wollen mit einer kompletten Mannschaft in das Training starten“, erzählt der Sportdirektor. Das bedeutet, dass zunächst inklusive zweier neuer Stürmer neun Ausländerlizenzen vergeben werden und zwei für alle Eventualitäten offen bleiben sollen. Eine davon wäre für einen erfahrenen Torhüter reserviert. Denn vorerst wollen die Berliner nach dem Karriereende von Petri Vehanen mit der jungen Kombination Marvin Cüpper (24) und Maximilian Franzreb (21) in die Saison gehen. „Es gibt eine Zeit, da muss man den jungen Torhütern Vertrauen schenken. Sie sind an diesem Punkt ihrer Karriere“, so Sportdirektor Stéphane Richer.

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