Eishockey

Eisbären verlängern mit Aubry, 22 Profis für neue Saison fix

Zwölf Profis verlängern bei den Berlinern, auch Sheppard und Olver bleiben. Ein paar Kopfschmerzen ebenso.

Louis-Marc Aubry bleibt ein Berliner

Louis-Marc Aubry bleibt ein Berliner

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Zwölf plus zehn klingt erst einmal gut, nach einem lauen Sommer sogar. 22 Spieler kurz nach dem Saisonende für die neue Spielzeit der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gebunden zu haben, noch dazu aus der Vizemeister-Mannschaft, sollte die Verantwortlichen in eine beschwingte Stimmung versetzen.

Zehn Profis des EHC Eisbären besaßen ohnehin einen laufenden Vertrag. Mit zwölf anderen konnten die Berliner die Kontrakte verlängern, darunter mit dem im Play-off sehr starken Louis-Marc Aubry. Auch James Sheppard und Mark Olver bleiben, womit die Eisbären auf den so wichtigen Mittelstürmerpositionen große Konstanz zeigen. Auf eine weitere Zusammenarbeit mit den Stürmern Martin Buchwieser, Sean Backman, Jamie MacQueen, André Rankel und Daniel Fischbuch einigten sich die Eisbären ebenso wie mit den Verteidigern Micki DuPont und Frank Hördler. Auch die jungen Torhüter Maximilian Franzreb und Marvin Cüpper tragen weiterhin das EHC-Trikot.

Parlett wechselt in die KHL

Erleichtert oder gar zufrieden klingen die Stimmen der EHC-Chefs dennoch nicht in diesen Tagen. Der Abgang von Trainer Uwe Krupp war mit einigen Nebengeräuschen verbunden. Da er das Angebot der Berliner als ungenügend empfand, ging er nach Prag zu Sparta. Und hinterließ den Berlinern noch ein kleines Abschiedsgeschenk, indem er ein paar Planungsdetails preisgab.

Also müssen die Eisbären sich über einen neuen Cheftrainer Gedanken machen, der bisherige Assistent Clement Jodoin ist in der Verlosung, aber fortgeschritten sind die Überlegungen noch nicht. „Wir haben das Thema erst seit Sonnabend auf dem Tisch“, sagt Geschäftsführer Peter John Lee wehmütig. Auch ein anderes Thema ist relativ neu. Verteidiger Blake Parlett, der für die nächste Saison einen Vertrag besaß, nahm ein Angebot seines alten Trainers Jussi Tapola an, der bei Kunlun Red Star (China) aus der pan-russischen KHL neu an der Bande steht.

Petersen und Bukarts wohl weg

Damit suchen die Eisbären, die derzeit sechs Ausländerlizenzen (elf Lizenzen dürfen vergeben werden, neun Spieler eingesetzt) vergeben haben, also wieder einen offensivstarken Verteidiger. Ebenso einen Top-Stürmer, da der Weggang von Play-off-Top-Scorer Nicholas Petersen kaum vermeidbar erscheint. Auch der starke Rihards Bukarts, der erst zum Ende der Hauptrunde kam, bleibt wohl nicht in Berlin.

Bei Eigengewächs Jens Baxmann hängt eine Einigung davon ab, auf welcher Position man den Verteidiger einordnet und wie sich das finanziell auswirkt. Die Abgänge von Stürmer Sven Ziegler (Straubing) und Torhüter Petri Vehanen (Karriereende) standen bereits fest. Im Tor ist Vehanens Nachfolge ein Punkt, der die Eisbären noch eine Weile beschäftigen wird. Genug Arbeit bleibt also, trotz 22 Profis im Kader.

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