Eishockey

Eisbären stehen mit dem Rücken zur Wand

Die Berliner brauchen am Sonntag in München einen Sieg, um den Titel-Hattrick von Red Bull zu verhindern.

Viel Gedränge vor dem Tor der Eisbären

Viel Gedränge vor dem Tor der Eisbären

Foto: pa

Berlin. Die Eisbären stehen vor einer unlösbar scheinenden Aufgabe: Gegen den EHC Red Bull München müssen sie im Finale nun drei Spiele hintereinander gewinnen, um die Saison doch noch mit ihrem achten Meistertitel zu krönen. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand, das ist uns allen klar“, räumte Kapitän André Rankel nach dem 2:4 ein. Die Münchener führen in der Serie mit 3:1 und können ihren dritten Titelgewinn in Folge bereits am Sonntag (14.30 Uhr) mit einem Heimsieg perfekt machen.

Rankel haderte nach dem vierten Finalspiel, in dem die Eisbären kämpferisch überzeugt und den Gegner phasenweise arg in Bedrängnis gebracht hatten, mit den vergebenen Chancen: „Es war frustrierend, dieses Spiel zu verlieren“, sagte er. „Wir haben über weite Strecken sehr gut gespielt und es bloß nicht geschafft, zu den wichtigen Zeitpunkten die Tore zu schießen.“

Eisbären nutzen Überzahl nicht

Tatsächlich hatten die Eisbären beim Zwischenstand von 1:0 und 2:1 jeweils gute Gelegenheiten, ihre Führung auszubauen. Beide Male spielten sie sogar zeitweilig in doppelter Überzahl. Doch im Gegensatz zu den kaltschnäuzigen Münchenern mangelte es ihnen an Effektivität. „Wir hätten in Überzahl vielleicht das eine oder andere Tor machen können, da hatten wir genug Chancen“, bemerkte Rankel.

Doch weil das Berliner Powerplay wie so oft in dieser Saison erfolglos blieb, konnten die Gäste das Spiel in der Endphase des zweiten Drittels drehen.

Vor dem fünften Finalspiel gegen die Münchner, die seit gut zwei Jahren in einer Playoff-Serie nie mehr als eine Niederlage hinnehmen mussten, versuchte Rankel, noch einmal Hoffnung zu verbreiten: „Wir geben nicht auf. Man hat gesehen, dass wir in jedem Fall mitspielen können“, sagte er. „Mit etwas mehr Einsatz vor dem Tor und ein bisschen Glück gehen die Tore rein, und dann gewinnen wir das Spiel.“

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