Playoffs

Eisbären verlieren zweites Viertelfinale auf der Strafbank

Rückschlag für die Berliner. Nachdem sie einen guten Playoff-Start hinlegten, kassierten sie nun eine Niederlage.

Der Wolfsburger Christoph Hoehenleitner erzielt gegen Eisbären-Goalie Petri Vehanen das Tor zum 1:0

Der Wolfsburger Christoph Hoehenleitner erzielt gegen Eisbären-Goalie Petri Vehanen das Tor zum 1:0

Foto: pa

Wolfsburg. „Special Teams“ werden beim Eishockey die Formationen für das Über- und Unterzahlspiel genannt, doch diese Bezeichnung war beim zweiten Viertelfinalspiel der Eisbären Berlin bei den Grizzlys Wolfsburg nicht wirklich zutreffend. Am Freitag mussten die Schiedsrichter derart viele Strafzeiten verteilen, insgesamt 140, dass es eher etwas Besonders war, wenn beide Mannschaften einmal in voller Stärke auf dem Eis standen.

Beide Teams kämpften mit Leidenschaft und gingen dabei oft über die Grenze des Erlaubten hinaus. Am Ende siegten die Grizzlys mit 5:2 (3:1, 0:1, 2:0) und glichen damit auch in der Serie „Best of seven“ aus. Spiel drei findet am Sonntag (15 Uhr, Mercedes-Benz Arena) wieder in Berlin statt.

Wolfsburg machte viel Druck

Den Auftakt am Mittwoch hatten die Eisbären noch relativ locker mit 4:1 gewonnen. Zum zweiten Spiel hatten die Wolfsburger nun nicht nur die Trikotfarben gewechselt, um mit einem speziellen Dress an die Play-off-Erfolge der vergangenen Jahre zu erinnern. Vielmehr sah es so aus, als würde bei den Gastgebern eine komplett neue Mannschaft auf dem Eis stehen. Von Anfang an machte Wolfsburg viel Druck und führte nach 13 Minuten durch Tore von Christoph Höhenleitner (7.), Fabio Pfohl (12.) und Connor Allen (13.) bereits mit 3:0. Zwei der Treffer fielen im Powerplay.

Louis-Marc Aubry (15.) erzielte zwar noch vor der Pause den Anschluss, doch im zweiten Drittel musste Berlin wieder bange Minuten überstehen, als die Grizzlys minutenlang sogar mit zwei Mann in Überzahl spielten. Erst als die Wolfsburger, die nur drei Reihen aufbieten konnten, einen Gang zurückschalteten, fand der EHC besser ins Spiel. Nach dem 3:2 durch Sean Backman (39.) war die Partie wieder offen. Allerdings versäumten es die Eisbären, den Schwung mitzunehmen, weil sie sich weiterhin mehr auf der Strafbank aufhielten als vor dem gegnerischen Tor. „Wir waren dran, aber wir haben uns selbst aus dem Spiel genommen“, so Kapitän André Rankel über die insgesamt 97 Strafminuten seines Teams. Stattdessen nutzte Wolfsburg zwei weitere Powerplay-Gelegenheiten zur endgültigen Entscheidung durch Tore von Alexander Weiß (43.) und Brent Aubin (56.).