DEL

Eisbären kassieren in Ingolstadt die höchste Saisonpleite

Fünf Gegentreffer, schon sieben Spiele ohne Powerplay-Tor – und Torjäger Backman schiebt Frust nach seinem Olympia-Aus.

EHC-Torwart Petri Vehanen musste in Ingolstadt fünf Mal hinter sich greifen

EHC-Torwart Petri Vehanen musste in Ingolstadt fünf Mal hinter sich greifen

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

In dieser Saison galt der EHC Eisbären lange als bestes Auswärtsteam der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), doch dieser Superlativ verliert nun seine Berechtigung. Beim ERC Ingolstadt setzte es am Freitag mit 0:5 (0:1, 0:2, 0:2) die höchste Saisonniederlage. Der neue Trainer der Gastgeber, Doug Shedden, durfte dabei fünf verschiedenen Torschützen zujubeln.

Dass die Berliner nach zuvor drei Saisonsiegen gegen Ingolstadt nun schon im siebten Spiel hintereinander ohne einen Überzahl-Treffer blieben, war dabei nicht die einzige schlechte Nachricht. Eisbär Sean Backman, als Zugang zum besten Torjäger der Liga aufgestiegen (22 Saisontore), wirkt gehemmt, seit sein Olympiatraum von Südkorea geplatzt ist. Der US-Verband hatte nach dem Verzicht der NHL dieser Tage nur die DEL-Profis David Leggio (Torwart von Meister München) und Chad Kolarik (Stürmer in Mannheim) nominiert.

Doch an Backman allein lag es natürlich nicht. "Unser Kopf war noch in Berlin – das war von Anfang bis Ende ein Scheißdreck", ärgerte sich Martin Buchwieser nach der Schlusssirene: "Das war eine Katatrophe, das schlechteste Spiel der Saison. Wir haben keinen einzigen Zweikampf angenommen, hoffentlich lernen wir daraus." Denn schon Sonntag geht es in Mannheim weiter.

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