Eishockey

Die Eisbären holen Mark Olver zurück

Nach dem Abgang von Darin Olver verpflichten die Eisbären erneut dessen Bruder Mark. Dafür wird Kyle Wilsons Vertrag aufgelöst

Mark Olver spielte bereits 2015/16 in Berlin

Mark Olver spielte bereits 2015/16 in Berlin

Foto: Ralph Goldmann / picture alliance / R. Goldmann

Es dürften die letzten Schachzüge vor dem Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison gewesen sein. Der eine, die Vertragsauflösung von Kyle Wilson, war erwartbar gewesen. Peter John Lee, der Geschäftsführer des EHC Eisbären, hatte dies gegenüber der Morgenpost angedeutet. Der andere kommt dagegen etwas überraschend: Der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga holt Mark Olver zurück.

Bereits in der Saison 2015/16 spielte der 29-Jährige für den EHC, konnte sich allerdings in der Hauptrunde nicht immer so einbringen wie erhofft. Im Play-off jedoch gehörte er zu den besten Punktesammlern der Berliner. Die haben gerade seinen Bruder Darin ziehen lassen, sein Vertrag wurde auf dessen Wunsch hin aufgelöst, damit er sich dem ERC Ingolstadt anschließen konnte. Der bot Darin Olver den langfristigen Kontrakt, den ihm die Eisbären nicht mehr geben wollten.

Olvers Aggressivität als Plus

Nun wird es aber also auch im siebten Jahr in Folge einen Olver beim EHC geben. „Marks aggressive Spielweise ist ein Element, das wir noch in unserer Mannschaft gebrauchen können“, sagt Sportdirektor Stephane Richer. Der neue Mann auf dem Manager-Posten sorgte im Sommer für eine ordentliche Rotation beim Personal und auch dafür, dass erstmals seit 15 Jahren wieder Verträge von Profis mit unbefriedigenden Leistungen seitens des Klubs aufgekündigt wurden. Nach Barry Tallackson traf es nun eben Wilson.

Der war erst vor einem Jahr zu den Berlinern gekommen und sollte als Mittelstürmer in den ersten beiden Reihen seinen Platz finden. Das gelang ihm nicht, im Play-off musste er sogar als überzähliger Spieler teilweise zuschauen. „Wir haben während der Planungen für die kommende Saison festgestellt, dass wir auf seiner Position einen anderen Spielertyp brauchen“, so Richer. Mit mit dem Deutsch-Kanadier Olver wurde der gefunden, der zuletzt in der American Hockey League (AHL) für Tucson und Bakersfield spielte.

Daher sieht es nun so aus, als wäre der Kader mit sechs Neuverpflichtungen vorerst vollzählig. Platz für einen weiteren Ausländer gibt es allerdings noch, acht Lizenzen sind besetzt.

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