Viertelfinalserie

6:1-Kantersieg gegen Mannheim: Eisbären gleichen Serie aus

Der DEL-Rekordmeister besiegte die Gästeverdient mit 6:1 (1:1, 3:0, 2:0). In der Playoff-Serie „Best of Seven“ steht es damit 2:2.

André Rankel (l.) traf für die Eisbären

André Rankel (l.) traf für die Eisbären

Foto: Britta Pedersen / dpa

Sie mussten antworten, das war klar. "Blau, weiß, rot ist nur der MERC" hatten die Anhänger der Adler Mannheim zwei Tage zuvor in einer großen Choreografie wissen lassen. Diesmal sah man sich in Berlin wieder, die Fans des EHC Eisbären tauchten die Stehplatzkurve ebenfalls in blau, weiß und rot. Und schrieben auf Plakaten dazu: "Schon einige meinten 'unsere Farben' … doch nur wir sie im Herzen tragen".

Keine schlechte Antwort, wichtiger war nach dem 2:3 der Berliner in Mannheim jedoch die Replik auf dem Eis. Die saß noch viel besser. Mit 6:1 (1:1, 3:0, 2:0) setzten sich die Eisbären vor 12.212 Zuschauern durch. Im Viertelfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) steht es damit nach vier Spielen der "Best of seven"-Serie 2:2. Nach der Partie am Freitag in Mannheim wird es am Sonntag also in der Mercedes-Benz Arena ein weiteres Spiel geben (14 Uhr).

Der Weg dahin war am Mittwoch zunächst schwierig. Zwar bewegten sich beide Mannschaften von Beginn an sehr viel. Abschlüsse gelangen den Eisbären jedoch kaum. Mit viel Akribie hielten sie an ihrem frühen Forechecking fest, das Wirkung zeigte. Der Druck der Eisbären wuchs. Trotzdem gerieten sie in Rückstand, Ryan MacMurchy traf in Überzahl für die Adler (17.). Nur 29 Sekunden brauchten die Berliner, um das durch Charles Linglet zu egalisieren (18.).

Dieser Treffer schien die Anspannung der Mannschaft von Trainer Uwe Krupp vor dem Tor zu lösen. Nach einem Schreckmoment, als Verteidiger Jens Baxmann vor dem eigenen Kasten einen groben Fehler beging, legten die Berliner mit dem Gegenangriff vor. Louis-Marc Aubry erzielte das 2:1 (26.). Nur wenig später traf André Rankel zum 3:1 (29.). Wie in den meisten Dritteln der Serie lebten die Berliner ihre offensiven Fähigkeiten besser aus als die Adler, die mit dem Tempo und den punktgenauen Pässen der Eisbären Probleme hatten. Laurin Braun beendete den starken zweiten Abschnitt mit dem 4:1 (37.).

Die Stimmung in der Arena erinnerte da schon fast wieder an glorreiche Jahre der Eisbären. Zumal den Mannheimer auch jede Aussicht, in die Partie zurückzukommen, genommen wurde. Braun erzielte das 5:1 (46.), Darin Olver das 6:1 (56.), und sie verbreiteten damit die Hoffnung, dass die Saison der Eisbären noch deutlich länger dauern kann, als von vielen erwartet.

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