Viertelfinale

Eisbären schlagen zurück und siegen 6:3 gegen die Adler

Die Top-Reihe um Olver und Petersen kommt in Form. Im zweiten Spiel des Viertelfinales drehten die Berliner im letzten Drittel auf.

Jubelnde Eisbären

Jubelnde Eisbären

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Enge Spiele zwischen dem EHC Eisbären und den Adler Mannheim haben inzwischen fast genauso eine Tradition wie die Begegnungen beider Klubs generell in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die jüngsten drei Partien gingen alle über die normalen 60 Minuten hinaus. Auch am Freitag lag eine Verlängerung wieder nah, doch im zweiten Spiel des Viertelfinales drängten die Berliner auf ein früheres Ende. Mit 6:3 (2:2, 1:1, 3:0) setzte sich der EHC in der Mercedes-Benz Arena durch. Damit steht es 1:1 in der "Best of seven"-Serie, die mit der dritten Partie am Sonntag in Mannheim fortgeführt wird (14 Uhr).

Mit einer fast unveränderten Formation im Vergleich zum 3:4 am Dienstag in Mannheim gingen die Eisbären in die Partie, einzig Constantin Braun kehrte in die Abwehr zurück. Doch bevor die sich gefunden hatte, lagen die Berliner bereits zurück. Da die Stürmer nicht mit nach hinten arbeiteten, konnte Luke Adam nach 57 Sekunden zum 0:1 treffen. Wie erwartet kamen die Gäste sehr druckvoll aus der Kabine, es dauerte ein paar Minuten, bis sich die Eisbären aus der Umklammerung befreien konnten. Als ihnen das gelang, waren sie jedoch diejenigen, die in der Offensive die stärkeren Akzente setzten.

Das traf vor allem auf die EHC-Top­reihe mit Darin Olver und Nicholas Petersen zu. Bislang hatten die beiden in drei Play-off-Spielen noch nicht getroffen, nun spielten sie, als hätten sie etwas nachzuholen. Beide erkämpften sich die Scheibe im Pressing – und Olver glich aus (14.). Kurz darauf war auch Petersen erfolgreich, er traf nach einem schnellen Angriff (18.). Allerdings zum 2:2, denn die Unzulänglichkeiten in der Abwehr bekam das Team nicht in den Griff. Ronny Arendt hatte nach zu zaghaften Zweikämpfen das 1:2 erzielt (17.).

Die für ein Play-off-Spiel eher untypische Gelassenheit in der Defensive, auf beiden Seiten, ließ die Partie zu einer chancenreichen werden. Sehr großzügig gingen die Eisbären damit um, die das Geschehen dominierten, sich allerdings mit dem 3:2 durch Olver begnügen mussten (26). Bei der Anfälligkeit hinten ein zu knappes Resultat, Matthias Plachta glich zum 3:3 aus (38.). Den Vorwärtsdrang der Eisbären bremste das nicht. Daniel Fischbuch gelang das Tor zum 4:3 (49). Die wütenden Angriffe der Adler wehrten die Berliner nun ab und kamen durch Julian Talbot noch zu zwei weiteren Treffern (59./60.).

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.