Eishockey

Eisbären starten mit 3:1 gegen Straubing in Pre-Playoffs

Jamie MacQueen und Marcel Noebels trafen für die Eisbären, die schon im nächsten Spiel den Einzug ins Viertelfinale schaffen können.

Marcel Noebels traf für die Eisbären

Marcel Noebels traf für die Eisbären

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Ein Anlass, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, findet sich immer. Beim EHC Eisbären ist es genau 20 Jahre her, dass die Berliner zum ersten Mal im Play-off der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mitmischten. Damals starteten sie gleich mit einem Derbysieg im Viertelfinale gegen die Capitals. Diesmal wollen sie das Viertelfinale erst noch erreichen, müssen die Extrarunde über das Pre-Play-off nehmen. Gegen die Straubing Tigers gewannen sie am Mittwochabend die erste Partie 3:1 (1:0, 0:1, 2:0). Damit können die Berliner in der "Best of three"-Runde am Freitag in Straubing schon das Viertelfinale einziehen. In der zweiten Pre-Play-off-Paarung setzte sich Bremerhaven überraschend in Ingolstadt 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) durch.

Die letzten drei Spiele in der Hauptrunde hatten die Eisbären gegen die Niederbayern verloren. Entsprechend vorsichtig gingen sie das Duell des Achten gegen den Neunten an. Die Berliner hatten sich intensiv mit dem Gegner beschäftigt vor der Partie, aber auch mit den eigenen Unzulänglichkeiten der Hauptrunde. Vor der spärlichen Kulisse von 9.617 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena nutzten sie so ihre erste Überzahlsituation zur Führung durch Jamie MacQueen (12.).

Wie wenig die Statistiken aus der Punkterunde bedeuten können, zeigte Straubing, als die Tigers in ihrer Lieblingsdisziplin scheiterten und ein doppeltes Überzahlspiel von fast einer Minute verstreichen ließen. Das gab den Berlinern Auftrieb, mit mehr Laufarbeit übernahmen sie die Kontrolle. Nur die letzten Pässe verfehlten meist ihren Adressaten, so dass dem guten Spiel der Effekt versagt blieb.

Eine ungünstige Konstellation angesichts des engen Resultats. Zumal die Eisbären in der Defensive zu viel Raum anboten. Sean Sullivan glich zum 1:1 aus (32.) und veränderte damit die Partie. Fahriger wurden die Berliner, blieben im Aufbau immer wieder an den nun aggressiveren Straubingern hängen und erlebten einige brenzlige Minuten. Die Gäste waren einem zweiten Treffer näher als die Eisbären. Mit ein paar guten Angriffen holten sie sich allerdings wieder Selbstvertrauen. Eine scharfe Hereingabe von Laurin Braun landete schließlich bei MacQueen, der erneut traf (51.). In der hektischen Schlussphase erhöhte Marcel Noebels noch auf 3:1 (60.). Damit steht fest, dass die Berliner in jedem Fall ein weiteres Heimspiel haben in dieser Saison. Vielleicht aber erst im Viertelfinale.

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