DEL-Hauptrundenfinale

Wochenende der Entscheidung für die Eisbären

In den letzten beiden Punktspielen der Saison geht es für die Eisbären zweimal vor eigenem Publikum um den Einzug in das Pre-Play-off.

EHC-Abwehrspieler Frank Hördler kann nicht nur verteidigen

EHC-Abwehrspieler Frank Hördler kann nicht nur verteidigen

Foto: Uwe Anspach / dpa

Berlin.  Peter John Lee hat einiges zu tun in diesen Tagen. Mit der Installierung der Los Angeles Kings als Führungsorganisation des EHC Eisbären wächst das Interesse des NHL-Klubs an dem, was bei den Berlinern passiert. Und daran, wer die eigentlich sind. Von den sieben Meisterschaften in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiß Luc Robitaille, der neue Aufsichtsratschef des EHC, natürlich auch. Lee musste ihm aber bereits die Geschichte des Klubs, seine Wurzeln, die "Dynamo"-Rufe der Fans erklären. Weil das eine ganze Menge war, ist der EHC-Geschäftsführer nun dabei, alles noch mal in Schriftform nach Los Angeles zu schicken.

Die neuen Chefs aus Kalifornien sind längst zurück in der Heimat. Einen Tag nach der Verkündung des Strukturwandels reisten sie ab. Zunächst nach Denver, dort spielten die Kings bei den Colorado Avalanche. In Denver lebt außerdem Philip F. Anschutz, der Besitzer von Kings und Eisbären. Neben der Partie berichtete Robitaille dem Boss von seinen Tagen in Berlin. Anschutz nahm alles sehr zufrieden auf, wie es heißt. Außerdem gewann LA 2:1.

Daheim gut dabei

Anders als die Kings tun sich die Eisbären auswärts weiter schwer. Nach dem 2:3 n.V. in Krefeld am Dienstag wird das letzte Hauptrunden-Wochenende nun also darüber entscheiden, wie es für die Eisbären weitergeht. Dass gegen Ingolstadt am Freitag (19.30 Uhr) und Iserlohn am Sonntag (14 Uhr, jeweils Mercedes-Benz Arena) zwei Heimspiele vor dem Team liegen, macht die Sache angenehmer. "Wir sind zum Glück zu Hause sehr gut aufgestellt", sagt Verteidiger Frank Hördler. Womöglich spielt man Freitag schon gegen den Kontrahenten des Pre-Play-off, eventuell stehen da auch bereits einige Platzierungen fest. Wahrscheinlich lässt sich aber erst Sonntag alles konkret sagen.

Was die neue Konstellation in der Führungsebene für sie bedeutet, scheint für die Mannschaft im Saisonendspurt nebensächlich zu sein. "In der Kabine habe ich noch nichts dazu gehört", sagt Hördler. Zu dem Punkt, sich darüber Gedanken zu machen, werde man aber sicher kommen. Gerade Spieler mit langfristigen Verträgen könnten dann alarmiert sein, solche Kontrakte könnten auf dem Prüfstand stehen. Trainer Uwe Krupp interessieren jetzt nur die nächsten Spiele. Er möchte, dass es noch deutlich mehr als zwei werden. Dafür muss er gerade genauso ackern wie Lee.

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