Eishockey

NHL-Star Ehrhoff soll in Berlin für Konstanz sorgen

In der NHL bekommt Christian Ehrhoff keinen Vertrag. Nun kehrt er wohl in die DEL zurück. Die Eisbären wollen ihn verpflichten.

Christian Ehrhoff (r.) ist Verteidiger in der deutschen Nationalmannschaft und würde jedes DEL-Team verstärken

Christian Ehrhoff (r.) ist Verteidiger in der deutschen Nationalmannschaft und würde jedes DEL-Team verstärken

Foto: Nick Turchiaro / USA Today Sports

Berlin.  Zeit bleibt kaum, nicht zum Ausruhen, nicht zum Nachdenken, nicht zum Trainieren. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wird gespielt und gespielt. Weil die Saison durch die WM in Deutschland im nächsten Jahr früher endet, häufen sich die Partien in der Wochenmitte. Am Mittwoch schon treten die Eisbären Berlin bei den Iserlohn Roosters an (19.30 Uhr). Eine gute Gelegenheit, den frustrierenden Sonntag schnell zu verarbeiten.

Bremerhaven zeigte mehr Bereitschaft als Berlin

„Wir haben nicht schlecht gespielt, waren aber nicht bereit, volle 60 Minuten so hart zu arbeiten wir Bremerhaven“, sagt Sportdirektor Stefan Ustorf. Darum verloren die Berliner beim Neuling 1:3. Trotz spielerischer Überlegenheit.

Hin und her geht es bei den Eisbären in dieser Saison bisher, fünf Siege, fünf Niederlagen. „Wir müssen an unserer Konstanz arbeiten“, sagt Ustorf. Genauso wichtig wäre es, dem Überzahl- und Unterzahlspiel mehr Aufmerksamkeit zu widmen. „Da liegt eindeutig unser Problem, da sind wir nicht gut genug im Augenblick“, sagt der 42-Jährige.

862 Spiele in der besten Eishockey-Liga der Welt

Doch im dauerhaften Spielstress, der durch den Einzug in das Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) noch höher ist als bei allen anderen DEL-Klubs, lässt sich daran kaum genug arbeiten. So muss eher die Aufmerksamkeit der Profis steigen, um ein Spiel möglichst fehlerlos zu absolvieren.

Dabei hilft natürlich Erfahrung. Die hätte Christian Ehrhoff zu bieten. Der frühere Verteidiger-Star aus der NHL in Nordamerika konnte sich mit den Boston Bruins nicht auf einen Vertrag einigen, hat dieses Kapitel nach 862 Spielen beendet und kehrt wohl in die Heimat zurück. „Er ist ein Thema. Wir hätten ihn gern hier in Berlin“, sagt Ustorf. Ob sich das realisieren lässt, steht allerdings nicht fest. Ehrhoff wohnt in Krefeld, sein Heimatklub, die Pinguine, versuchen derzeit alles, um ihn an sich zu binden.

In den nächsten Tagen will Ehrhoff sich entscheiden

Auch andere Klubs sind im Rennen um die Dienste des 34-Jährigen, der zuletzt im September beim World Cup of Hockey und zuvor bei der geglückten Olympia-Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft seine noch immer vorhandene Leistungsfähigkeit demonstrierte. Die Entscheidung, auf welchen Klub sich Ehrhoff einlässt, dürfte in den nächsten Tagen fallen.