Eisbären in Shwenningen

Erfolg für Krupp im Duell der Ex-Bundestrainer

Die Eisbären gewinnen 5:3 bei den Schwenninger Wild Wings. Nach Problemen im ersten Drittel steigern sich die Berliner deutlich.

Eisbären-Trainer Uwe Krupp

Eisbären-Trainer Uwe Krupp

Foto: Daniel Karmann / dpa

Schwenningen.  Nur 25 Sekunden genügten, um dem Spiel wieder Leben einzuhauchen. Aus der Schwenninger Arena verschwand die Niedergeschlagenheit, die Hoffnung kehrte zurück. Denn zwei Treffer, erzielt durch Simon Gysbers (48.) und Marc El-Sayed (49.), brachten die Wild Wings auf 3:5 heran. Ein Ergebnis, das sich bis zur Schlusssirene durchaus ändern lässt. Dazu aber zeigten sich die Eisbären Berlin zu routiniert. „Die letzten 20 Minuten haben wir einigermaßen schlau gespielt“, sagte Verteidiger Frank Hördler. Bis auf die beiden Gegentreffer eben.

Den dritten Sieg im vierten Saisonspiel in der Deutschen Eishockey Liga konnte der Schwenninger Doppelschlag nicht gefährden angesichts einer 5:1-Führung. Überbewerten wollte Hördler das 5:3 (1:0, 3:1, 1:2) allerdings nicht. „Wir waren phasenweise gut, nicht über 60 Minuten“, sagte er.

Cortina kehrt nach einem Jahr Pause zurück an die Bande

Das Duell der Berliner mit den Schwarzwäldern besaß eine interessante Note. Auf den Trainerbänken standen sich zwei ehemalige Bundestrainer gegenüber in Uwe Krupp beim EHC und Pat Cortina bei den Wild Wings. Während Krupp in dieser Funktion großen Erfolg hatte, wurde Cortina von 2012 bis 2015 nicht wirklich glücklich beim Deutschen Eishockey-Bund. Es hagelte Kritik, da die Erfolge ausblieben. Nach einem Jahr Pause heuerte er zu dieser Saison nun in Schwenningen an.

Sein Team bereitete den Eisbären anfangs einige Sorgen. Die Gastgeber konnten vor allem per Konter einige Großchancen aneinanderreihen. Doch Torhüter Petri Vehanen fing alles weg, was schließlich in der 13. Minute in einen Gegenangriff und die Führung für die Berliner durch Daniel Fischbuch mündete. Damit hat nun auch der vierte Neuling der Eisbären sein erstes Tor erzielt.

Viele Stürmer treffen

Diesmal machten sich aber auch Spieler bemerkbar, denen selten Hauptrollen zufallen – Spencer Machacek (26.) und Sven Ziegler (37.) trafen. Zwischendurch hatte Hördler das 3:0 besorgt (28.). „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Im zweiten Drittel mussten wir uns steigern – und haben das getan“, sagte Krupp, der diesmal mit dem Unterzahlspiel etwas zufriedener sein konnte angesichts nur eines Gegentreffers mit einem Mann weniger.

Den hatte Gysbers erzielt. Zuvor verkürzte Ulrich Maurer auf 1:4 (37.). Doch spätestens mit dem Tor zum 5:1 durch Barry Tallackson (45.) konnten die Berliner sicher mit den Punkten planen.