Eishockey

Kanadier Wilson komplettiert den Kader der Eisbären

Der fünfte Zugang füllt die vakante Mittelstürmerposition aus. Mit dem gesamten Team starten die Eisbären am 1. August ins Training

Kyle Wilson trägt bald das Trikot der Eisbären

Kyle Wilson trägt bald das Trikot der Eisbären

Foto: Tom "Mo" Moschella/AI WIRE / picture-alliance / Newscom

Berlin.  Als vor ein paar Wochen der große Ausverkauf bei den Hamburg Freezers stattfand, wunderten sich in Berlin so manche Fans, warum der EHC Eisbären nicht zugreift. Die Hanseaten zogen sich aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurück, und auf den Markt kam einiges an guten Spielern. In Berlin blieb jedoch alles ruhig. Über zwei Monate lang. Jetzt sendeten auch die Eisbären wieder ein Transfer-Zeichen. Sie verpflichteten den Kanadier Kyle Wilson – nicht aus Hamburg, aber aus der Schweiz. Was auch gut ist.

Damit scheint die Arbeit von Stefan Ustorf bezüglich der Zugänge vorerst getan zu sein. „Wir sind erst einmal so besetzt, wie wir uns das wünschen“, sagt der Sportdirektor. Nach Nicholas Peterson (Iserlohn), Daniel Fischbuch (Düsseldorf ) und Jamie MacQueen (Kassel) ist Wilson der vierte Neue im Angriff. Hinzu kommt Maximilian Franzreb, ein 19-jähriger Torhüter, der dritter Goalie wird. Das Talent ist tatsächlich aus dem Hamburger Fundus.

Wichtige Rolle vorgesehen

Mit Wilson können die Eisbären nun mit einem kompletten Kader – in der Abwehr waren bereits alle Positionen belegt – in die Saisonvorbereitung starten. Der 31-Jährige hatte zuletzt einige Wechsel hinter sich, spielte in der ersten Schweizer Liga, in Schweden und Russland. Dort war er in der Saison 2013/14 unter den zehn besten Punktesammlern der KHL. Auch in der NHL spielte er 39 Mal. In Berlin füllt er die letzte Mittelstürmerposition aus. „Wir haben ihn über längere Zeit beobachtet. Er gibt uns mehr Tiefe für das Toreerzielen. Ich erwarte, dass er eine wichtige Rolle bei uns einnimmt“, so Ustorf, der gemeinsam mit Trainer Uwe Krupp viele Informationen über Wilson einholte.

Nächste Woche kommt der Angreifer nach Berlin, schon ab Montag finden die üblichen Kraft- und Medizintests bei der Mannschaft statt. Bereits am 1. August starten die Eisbären, die neun Abgänge nach dem Viertelfinal-Aus in der Vorsaison zu verzeichnen hatten, mit dem gesamten Team in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. In der Champions Hockey League lassen die ersten Pflichtspiele dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Am 19. August empfängt der EHC Lulea (Schweden) und am 21. August Lappeenranta (Finnland). Spieler vom Format wie Wilson helfen, gegen diese starken Gegner zu bestehen.