Eishockey

Der nächste Zuwachs beim Rekordmeister

Die Eisbären verpflichten Jamie MacQueen und Daniel Fischbuch. Keine großen Namen, aber Perspektive ist vorhanden bei den Stürmern.

Daniel Fischbuch (l.) im Play-off gegen die Grizzlys Wolfsburg

Daniel Fischbuch (l.) im Play-off gegen die Grizzlys Wolfsburg

Foto: Peter Steffen / dpa

Berlin.  Nach großen Namen klingt es nicht, dennoch sind die Verantwortlichen des EHC Eisbären überzeugt, dass die Spieler Daniel Fischbuch und Jamie MacQueen dem Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dabei helfen, sich weiterzuentwickeln. Daher wurden die beiden Profis mit Verträgen für die kommende Saison ausgestattet, Fischbuch bleibt sogar zwei Jahre.

Fischbuch kommt von der Düsseldorfer EG, wo er sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz erkämpft hatte und auf 162 Partien mit 38 Punkten in der DEL kam. „Daniel ist ein harter Arbeiter, der sich in der DEL etabliert hat“, sagt Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter der Eisbären. Mit 22 Jahren ist der Angreifer noch jung und ein Mann mit Perspektive. Seine Rolle dürfte sich zwischen dritter und vierter Reihe einordnen.

Zuverlässiger Punktesammler

Der Kanadier MacQueen verfügt über mehr Erfahrung, allerdings nicht auf höchstem Niveau. Im gerade beendeten Play-off der DEL2 tat sich der 27-Jährige als Topscorer hervor mit zwölf Toren und 14 Vorlagen. Auch in der Hauptrunde produzierte der Stürmer zuverlässig für den Zweitliga-Meister Kassel und wurde Zweiter der Rangliste. „Er hat in den vergangenen beiden Jahren seine Torjägerqualitäten gezeigt“, so Ustorf. Seit 2014 spielt MacQueen in Deutschland, kam nach Jahren am College sowie in unterklassigen Profiteams zunächst nach Crimmitschau und wechselte nach einer Saison dort zu den Kassel Huskies.

Erinnerungen an die Mulocks

MacQueen erinnert mit seiner Vita also an Spieler wie Travis Mulock, der gerade nach Köln wechselte, oder dessen Bruder Tyson (Wolfsburg) und Darin Olver. Alle drei spielten in der Zweiten Liga und bewegten sich an der Spitze der Scorerliste, bevor sie in die DEL wechselten, dort Fuß fassten und zu wichtigen Spielern in ihrer Mannschaft wurden. Die Mulocks holten die Eisbären jeweils direkt aus der Zweiten Liga.

Mit der vorherigen Verpflichtung von Nick Petersen aus Iserlohn holten die Berliner bislang drei neue Profis in das Team. Bei möglichen neun Abgängen besteht noch einiger Handlungsspielraum – und die gute Chance, dass die Namen weiterer Zugänge etwas klangvoller sind.