EHC Eisbären

Mark Bell kehrt nach einem Jahr Pause zurück

Der Stürmer zieht gegen Ingolstadt wieder das Trikot der Eisbären über. Darüber ist nicht nur er froh, sondern auch die sportliche Leitung.

Vergangene Saison spielte Mark Bell (l.) zuletzt für die Eisbären

Vergangene Saison spielte Mark Bell (l.) zuletzt für die Eisbären

Foto: Andreas Gebert / picture alliance / dpa

Berlin.  So richtig euphorisch wirkt Mark Bell nicht, lediglich ein kleines Grinsen ab und zu lässt erahnen, dass die Freude in ihm derzeit das beherrschende Gefühl ist. Lange durfte er nur zusehen, fast ein Jahr nicht mitspielen. „Das wird ein großer Tag“, sagt er und meint das Spiel des EHC Eisbären am Freitag gegen den Vize-Meister ERC Ingolstadt (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena/lalola1.tv). Der Kanadier gibt sein Comeback, zieht zum ersten Mal in dieser Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das Trikot des EHC über.

Als Mittelstürmer zwischen Sven Ziegler und Spencer Machacek ist er eingeplant. „Ich bin froh, dass ich keinen Anzug mehr tragen muss, sondern meine Ausrüstung anhabe“, sagt Bell. Nach der unfreiwillig langen Pause wird es nicht leicht, gleich wieder den Rhythmus zu finden. Doch er habe alles getan, was nötig sei, die Spielform könne jetzt nur über Spiele kommen. „Er freut sich wie ein kleines Kind, dabei zu sein“, sagt Stefan Ustorf, der Sportliche Leiter der Berliner.

Viele Rückschläge

Ustorf hatte mit Bell schon öfter drüber gesprochen, ob er überhaupt je zurückkehren würde. Erst fiel Bell mit einer Gehirnerschütterung zum Ende der Vorsaison aus, dann folgten Knöchelprobleme, eine hartnäckige Entzündung. „Es ist eine lange Reise gewesen für ihn, mit einigen Rückschlägen. Aber Mark war immer überzeugt, dass er zurückkommt“, sagt Trainer Uwe Krupp.

Ganz so sicher war sich Bell jedoch nicht immer. „Ich habe vier oder fünf Mal versucht, wieder zu spielen. Da entstehen natürlich Zweifel, wenn das nicht klappt“, so Bell. Bis zu einem bestimmten Punkt konnte er trainieren, dann wurde der Knöchel dick. Die nächste Pause folgte. Erst eine Therapie mit Injektionen brachte schließlich den Erfolg.

Krupp kommt die etwas überraschende Rückkehr des Routiniers sehr gelegen. Der 35-Jährige genießt seinen Respekt – und den des Teams. „Mit seiner Erfahrung und Präsenz wird er uns helfen“, so Krupp. Ustorf hebt den Charakter des Angreifers hervor. Gerade mit Blick auf das Play-off bietet Bell den Eisbären einen Mehrwert mit seiner Übersicht und Spielintelligenz.

Auch Mark Olver einsatzbereit

Da auch Mark Olver, der einen Schuss auf die Hand bekommen hatte, einsatzbereit ist, sind die Berliner ein paar Sorgen los. Bei Verteidiger Frank Hördler (Handverletzung) scheint es ebenfalls voran zu gehen. Davon machen die Verantwortlichen des Tabellenführers abhängig, wie sie weiter verfahren.

„Frank ist der entscheidende Faktor. Wenn er bald wieder spielen kann, sind wir ok. Wenn nicht, müssen wir uns Gedanken machen“, sagt Manager Peter John Lee. Da bereits Verteidigerkollege Bruno Gervais (Knie) bis Saisonende ausfällt, wollen die Berliner eher nicht mit einer zu jungen Abwehr ins Play-off gehen. Im Angriff ist der Erfahrungsschatz mit Bell gerade stark gestiegen.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.