Eisbären Berlin

Eisbären sind gegen direkten Konkurrenten gefordert

Foto: Stuart Franklin / Bongarts/Getty Images

Der Holperstart der Eisbären nach der Länderspielpause gegen Augsburg soll helfen, gegen Nürnberg gleich richtig im Spiel zu sein. Das ist auch dringend nötig gegen die seit Wochen starken Franken.

Erst einmal gab sich der Trainer pragmatisch. „Wenn du vier Tore aufholen musst und das schaffst, gibt es nicht viel zu bemängeln“, sagte Uwe Krupp nach dem 6:4 des EHC Eisbären gegen die Augsburger Panther. Allerdings geben vier Gegentore gegen bescheiden ausgestattete Augsburger doch Anlass zu Kritik. Vielleicht, so Krupp, sei die Mannschaft mit der Länderspielpause der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) doch nicht so gut umgegangen wie gedacht.

Egal, die Berliner haben noch einmal die Kurve bekommen. „Wir haben es uns unnötig schwer gemacht, weil wir weit weg waren von den Gegenspielern. Das war eine Warnung“, sagte Kapitän André Rankel, sah es aber als förderlich für das Selbstvertrauen, dass die Partie nach zwei Zwei-Tore-Rückstände noch gedreht werden konnte: „Jetzt sind wir drin und wollen gleich nachlegen.“

Diese Herausforderung ist ungleich größer, am Sonntag sind die Nürnberg Ice Tigers zum zweiten Heimspiel des Wochenendes zu Gast (14.30 Uhr, O2 World). Seit Wochen spielen die Franken beständig stark und liegen als Neunter der Tabelle nur zwei Zähler hinter den Eisbären auf Rang sieben. So kurz vor der Entscheidung über den Play-off-Einzug nennt Rankel diese Partie daher ein „Sechs-Punkte-Spiel“. Ob das Spiel gegen Nürnberg nun moralisch betrachtet einen höheren Punktwert hat als andere, will Trainer Krupp gar nicht beurteilen: „Ich mache keine mathematischen Spielchen. Wichtig ist es für uns zu punkten.“ Nach den nächsten sechs Partien werde man dann sehen, wozu das reicht.

( ste )