DEL

Eisbären verlieren zum dritten Mal in Folge auswärts

In Ingolstadt entscheiden zwei Ex-Berliner die Partie, die 2:3 endet. Tore von Tallackson und Bell reichen nicht aus in einem Spiel, in dem die Hauptstädter mehr in der Defensive zu tun hatten.

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Mancher dürfte sich am Freitag gewundert haben, als Jeff Tomlinson seiner Mannschaft kein gutes Zeugnis ausstellte. Schwach in der Defensive, schlecht in Überzahl, nach vorn zwar ganz ordentlich, aber nicht effektiv. Gewonnen hatte der EHC Eisbären trotzdem gegen Krefeld (4:3 n.P.). Der Trainer wollte mit seinen Worten wohl gegen zu viel Zufriedenheit ankämpfen, etwas mehr Motivation herauskitzeln. Gegen den ERC Ingolstadt wirkte sich das allerdings nicht aus, mit 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) unterlagen die Berliner und blieben damit zum dritten Mal in Folge auswärts ohne Punkt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Als Konsequenz des Freitags musste sich Abwehrspieler Casey Borer ganz ungewohnt hinten anstellen als siebter Verteidiger und auf der Bank sitzen. An ihm lag es also nicht, dass es schon nach elf Sekunden zum ersten Mal im Eisbären-Tor einschlug. Der gebürtige Berliner Patrick Köppchen hatte einfach mal von der Blauen Linie abgezogen, und nach zwei Abfälschern landete die Scheibe sogar im Netz. Wer es nicht rechtzeitig zu Spielbeginn auf seinen Platz geschafft hatte, der verpasste auch noch den zweiten Treffer der Partie, denn die Berliner glichen nach weiteren 58 Sekunden durch Barry Tallackson bereits aus (2.).

Derart munter ging es allerdings nicht weiter, zunächst wogte die Partie hin und her. Meist aber drückten die Gastgeber etwas mehr, die Berliner fanden sich überwiegend in der Defensive wieder. Das funktionierte für den EHC so weit ganz gut, doch Marc Schmidpeter wurde nach vielen harmlosen Angriffen der Oberbayern allein gelassen und nutzte den Freiraum zur erneuten Führung (30.). Ohne dass die Berliner ihre Offensive wesentlich forcierten, traf Mark Bell nach einem Schuss von Alex Trivellato zum 2:2 (47.). Darauf reagierten die Gastgeber mit vermehrten Angriffen. In Überzahl gelang dann auch der entscheidende Treffer, ein weiterer gebürtiger Berliner, nämlich Björn Barta, erzielte ihn nach einem Schuss von Köppchen (55.).

Trotz weitgehend überwundener Verletzungsprobleme bleiben die Sorgen der Berliner bislang die gleichen: Sie kommen in der Tabelle nicht vorwärts. Hinter ihnen auf Rang elf liegen die Kölner Haie, bei denen gastiert der EHC am Mittwoch, am Freitag ist der KEC in Berlin. Die Eisbären müssen dabei sehen, dass sie nicht noch weiter abrutschen.