Eishockey-Meister

Eisbären überraschen Wowereit mit Flughafen-Scherz

Seit Tagen feiern die Berliner Eisbären die Meisterschaft. Erst am Mittwoch zogen sie mit einem Autokorso durch die Berliner Innenstadt. Nun wurden sie von Berlins Regierendem Bürgermeister empfangen.

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Sie sind Dauergäste im Roten Rathaus – und wollen es bleiben. Die Eisbären sind für ihre siebte deutsche Eishockey-Meisterschaft vom Regierenden Bürgermeister geehrt worden. „Für den Berliner Sport sind die Eisbären ein Aushängeschild. Sie sind nicht nur ein Sportteam, sondern vermitteln viel mehr ein Gefühl der Zusammengehörigkeit“, erklärte Klaus Wowereit beim Empfang im Säulensaal des Roten Rathauses. „Wir sind glücklich, als Meister erneut hier sein zu dürfen“, erwiderte Geschäftsführer Billy Flynn. Meistertrainer Don Jackson und die Spieler trugen sich ins Gästebuch der Stadt ein.

Fast alle Meisterprofis dabei

„Es ist eine grandiose Leistung und ein schöner Erfolg für die Sportstadt Berlin“, betonte Wowereit zum Titel-Hattrick. Zwar habe auch er nach der durchwachsenen Hauptrunde gedacht: „Na, ob das noch etwas wird. Aber in den Play-offs lief es dann wie geschmiert“, sagte der SPD-Politiker.

Bis auf den erkrankten Frank Hördler sowie Kapitän André Rankel und Jens Baxmann, die schon zur WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft gereist sind, waren alle Meisterprofis beim Empfang dabei. Torhüter Rob Zepp soll aller Voraussicht nach zur WM nachreisen. Am Vortag hatten die Eisbären mit einem Autokorso und einer Party im Wellblechpalast die Meisterparty gefeiert.

European Trophy nun im Blick

„Dank auch an unsere Fans, die trotz des anhaltenden Streits um die Dauerkartenpreise weiter zu uns gestanden haben“, betonte Flynn und lud Wowereit zum Saisonauftakt ein. „Ich hoffe, zu diesem Termin müssen wir nicht irgendeinen Flughafen eröffnen“, scherzte Flynn.

Eisbären-Manager Peter John Lee blickte schon in die nähere Zukunft. Die Eisbären wollen das Endrunden-Turnier der European Trophy am Jahresende in die O2 World holen: „Wir würden uns freuen, die Verträge bald unterzeichnen zu können.“ Die Eisbären wären dann als Ausrichter gesetzt.