Eishockey

Kölner Haie zeigen Berliner Eisbären ihre Zähne

Noch vor kurzem sah es nicht danach aus, als würden die Kölner Haie überhaupt noch eine Chance auf das Play-off der DEL haben. Doch dann wurden sie zur besten Mannschaft der Liga. Am Dienstag treffen sie auf die Berliner Eisbären.

Sie haben den kürzesten Weg genommen, der möglich war. Nur zwei Spiele brauchten die DEG Metro Stars und die Kölner Haie, um im Pre-Play-off der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Iserlohn Roosters und die Augsburger Panther auszuschalten. Nach den Ergebnissen der Hauptrunde, wo alles extrem dicht beieinander lag, waren so klare Verhältnisse nun nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Aber immerhin haben der EHC Eisbären und der ERC Ingolstadt als Erster und Zweiter der Hauptrunde dadurch mehr Zeit, sich speziell mit ihren Gegnern auseinanderzusetzen. Die Berliner treffen im Viertelfinale auf Köln (Dienstag, 19.30 Uhr, O2 World), Ingolstadt auf Düsseldorf.

Vor drei Wochen hatte es nicht danach ausgesehen, als würden die Kölner Haie überhaupt noch eine Chance auf das Play-off haben. Nach sechs Niederlagen in Folge schien Ende Februar alles verloren, doch mit einem Spiel gegen die Eisbären begann eine Serie, in der die Haie aktuell nur eine von acht Partien nicht als Sieger beendet haben. „In den vergangenen drei Wochen waren sie die beste Mannschaft der Liga, da haben wir ganz schön was zu tun“, sagt EHC-Manager Peter John Lee. Im Play-off trafen beide Klubs bislang erst einmal aufeinander, das war 2008 im Finale. Damals setzte sich der EHC mit 3:1 Siegen in der Serie durch.

Diesmal ist ein Erfolg mehr nötig, um in der „Best of seven“-Serie in das Halbfinale einzuziehen. Angesichts der höchst erfolgreichen Periode in einer Phase, in der fast jede Niederlage den K.o. hätte bedeuten können, sehen sich die Haie auf einem guten Weg. „Unsere Reise ist noch nicht vorbei“, sagt Trainer Uwe Krupp. Stürmer Matt Pettinger, zuletzt recht treffsicher, denkt: „Die Mannschaft hat sich jetzt gefunden. Wir spielen gegen die Großen der Liga sehr gut.“ Gegen die Berliner gab es in vier Hauptrundenduellen aber nur einen Sieg, auch die einzige Niederlage der vergangenen Wochen brachte der EHC den Kölnern bei. Vor allem defensiv waren die Haie über die Saison kaum schwächer als die Berliner, in der Offensive jedoch fällt der Vergleich deutlich zu Gunsten des Titelverteidigers aus. Als schwierig für die Haie könnte sich erweisen, dass sie in der Abwehr auf einen ihrer Schlüsselspieler verzichten müssen. Verteidiger Mirko Lüdemann, der gerade sein 1000. Erstligaspiel für die Haie bestritt, zog sich in der zweiten Partie gegen Augsburg einen Muskelabriss im Oberschenkel zu und wird nicht mehr mitmachen können.