In Nürnberg

Eisbären wollen an Open-Air-Spiel teilnehmen

Durch den 3:0-Heimsieg gegen die Hamburg Freezers haben die Eisbären Berlin ihre Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ausgebaut. Derzeit beschäftigt sich der Meister allerdings noch mit einem ganz anderen Thema – dem ersten Freiluftspiel der DEL.

Der deutsche Eishockeymeister Eisbären Berlin steht als möglicher Gegner der Nürnberg Ice Tigers beim ersten Freiluftspiel der DEL bereit. Am Dienstag bestätigte Vereins-Manager Peter John Lee einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung. „Ja, wir haben Interesse“, sagt Lee, „aber wir müssen abwarten, wie die DEL entscheidet.“

Neben den Berlinern gelten auch die Adler Mannheim als möglicher Kandidat für die Partie in der Nürnberger Fußballarena am 5. Januar 2013. Laut DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke soll in den nächsten Wochen entschieden werden, „wer der strategisch beste Partner ist.“

Trotz Tabellenführung keine Gedanken an Playoffs

Meister Eisbären Berlin thront ungeachtet dessen weiter an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und freut sich über das rege Zuschauerinteresse. Insgesamt 41.900 Zuschauer verfolgten zuletzt die drei Heimauftritte innerhalb von sechs Tagen. „Die haben aber nicht alle wegen mir bezahlt“, kommentiert Florian Busch gewohnt scherzhaft den nicht abreißenden Besucherzuspruch beim Titelverteidiger.

Die 14.200 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof bejubelten am Sonntag zumindest das Führungstor durch den ehemaligen Nationalspieler im bedeutsamen Firmenduell gegen die Hamburg Freezers. „Das 1:0 war sehr wichtig“, sagte Busch, „denn in den meisten Fällen gewinnt in der DEL das Team, welches das erste Tor erzielt.“ Er sollte Recht behalten: Am Ende hieß es 3:0 für den Hauptstadtclub.

Nach der überraschenden Niederlage zwei Tage zuvor gegen den EHC München waren die gewonnen Punkte im Kampf um die Tabellenführung besonders wichtig. Die Eisbären bauten ihren Vorsprung auf Verfolger Ingolstadt auf vier Punkte aus. Mit sechs Punkten und einem Spiel weniger folgt der große Herausforderer in punkto Meisterschaft, die Adler Mannheim.

Doch noch verschwendet in Berlin keiner einen Gedanken an die immer näher rückenden Playoffs. „Das ist kein Gesprächsthema bei uns in der Kabine“, meinte Busch, „wir haben noch einige Punktspiele zu bestreiten, denen unsere volle Konzentration gilt.“ Am kommenden Wochenende müssen die Eisbären dabei zweimal in der Fremde antreten. Sowohl in Iserlohn (1:3) als auch in Straubing (1:2) unterlag der Meister bei den ersten Aufeinandertreffen dieser Saison.

Dass in dieser Woche nur zweimal gespielt wird, kommt den personell arg gebeutelten Eisbären nach zuletzt sechs Spielen in zwölf Tagen entgegen. „Am Montag haben wir endlich einmal einen freien Tag“, sagte Busch, „und danach können wir uns auch einmal wieder im Training auf taktische Dinge konzentrieren, was in den vergangenen Wochen nicht möglich war.“