Eishockey

Eisbären setzen Erfolgsserie gegen Freezers fort

Der Eishockey-Meister gewann gegen den Hamburger Eishockey-Klub locker mit 6:2. Regehr, Hördler, Talbot, Rankel, Mulock und Baxmann versenkten den Puck im Freezers-Tor. Damit verkürzen die Berliner Eisbären den Abstand zur Tabellenspitze auf drei Punkte.

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Manchmal passieren in einem Eishockeyspiel Dinge, die nur ganz selten zu sehen sind. Die Partie des EHC Eisbären gegen die Hamburg Freezers gehörte in diese Kategorie. Eigentlich ist Richie Regehr nämlich der Scharfschütze der Berliner von der Blauen Linie. Seine Hauptaufgabe besteht im Wesentlichen darin, aus der Distanz abzuziehen und zu treffen – oder ein Tor auf diese Weise vorzubereiten. Bei den Eisbären läuft das ziemlich oft so, deshalb ist Verteidiger Regehr der Topscorer des Titelverteidigers der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Am Dienstag aber rieben sich einige im Publikum verdutzt die Augen. Ein Schuss kam von weit hinten, vorn fing jemand den Puck ab und legte ihn ins Netz. Das übliche Regehr-Muster. Doch der war diesmal gar nicht hinten, sondern er stand vorn, direkt vor dem Torhüter, wie ein Stürmer. Als ob er sich verirrt hatte.

Doch so ungewöhnlich die Aktion auch war, das Spiel gegen die Freezers lief ab wie fast immer, wenn diese Mannschaften aufeinandertreffen. Die Berliner gewannen, 6:2 (3:0, 0:2, 3:0) diesmal. Mit der Revanche nach dem Spiel am Sonntag, das die Eisbären in Hamburg mit 3:1 für sich entschieden hatten, wurde es also nichts. Gegen kein anderes Team verlieren die Hamburger so oft wie gegen die Eisbären.

Dass es auch diesmal so kommen würde, zeichnete sich sehr schnell ab. Zunächst nutzte Frank Hördler das erste Überzahlspiel der Berliner zum 1:0 (9.). Dann ging es im Zwei-Minuten-Takt weiter. Regehr traf zum 2:0 (11.), und Julian Talbot, der zuvor für Regehr aufgelegt hatte, schloss einen Konter in Unterzahl mit dem dritten EHC-Treffer ab (13.). Das zerrte offensichtlich heftig an den Nerven der Hanseaten, von den frustrierten Freezers ausgehende handfeste Auseinandersetzungen häuften sich. Charles Cook gebärdete sich dabei so wild, dass er eine Spieldauerstrafe erhielt.

Doch die Gäste fingen sich wieder, das Spiel beruhigte sich für eine Weile. Bis Serge Aubin das 3:1 erzielte (31.). Es gab den Hamburgern Energie, sie bauten nun mehr Druck auf. Nicht zufällig gelang den Freezers der Anschluss durch Jerome Flaake (38.).

Allerdings befinden sich die Eisbären gerade in einer sehr guten Verfassung. Und ihre Serie, vier Spiele in Folge hatten sie zuvor gewonnen, würde nicht an diesem Tag enden – das stellten die Berliner bald mit viel Nachdruck klar. André Rankel arbeitete den Puck im dritten Versuch über die Linie (47.), nur 76 Sekunden später versenkte Tyson Mulock das Spielgerät in den Maschen des Hamburger Tores. Jens Baxmann erzielte noch das 6:2 (57.).

Für die Berliner war es ein durchaus wichtiger Erfolg. Nach phasenweise durchwachsenem Spiel in den vergangenen Monaten war der Abstand zur Tabellenspitze zeitweilig recht groß geworden. Nun beträgt er lediglich drei Punkte, und die Eisbären könnten sich zum Jahreswechsel sogar noch ganz nach vorn schieben. Das wäre doch ein schöner Abschluss, nachdem die Mannschaft zuletzt oft in Frage gestellt worden ist.