Verletzungen

Eisbären mit geschrumpftem Team gegen Nürnberg

Im Spiel gegen die Ice Tigers müssen die Eisbären auf fünf verletzte Spieler verzichten. Obwohl die Franken DEL-Letzter sind, dürfen sie nicht unterschätzt werden. Als Verstärkung holen die Berliner Patrick Pohl aus Crimmitschau zurück.

Soll bloß keiner etwas draus ableiten, dass ausgerechnet vor dem Spiel des Meisters gegen den Tabellenletzten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein Training in sehr smarter Form stattfand. Gerade mal 15 Spieler brachten die Eisbären zusammen, die waren auch nur gut 30 Minuten auf dem Eis. Aber Don Jackson blieb kaum eine andere Wahl: Zwei Spieler fehlten wegen der U20-B-WM, drei wegen der Spiele der Perspektiv-Nationalmannschaft, hinzu kommen einige Verletzte. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Nürnberg am Freitag (19.30 Uhr, O2 World) hätte nach Jacksons Meinung deutlich besser ausfallen können.

Warum, das zeigt ein Blick auf die jüngsten Resultate der Franken. Sie gewannen zweimal und schlugen dabei den bis dahin amtierenden Tabellenführer Ingolstadt mit 7:1. „Wir müssen auch gegen Nürnberg sehr gut aufpassen“, sagt Verteidiger Nick Angell. Dass vor allem viele Spieler verletzt fehlen werden, macht die Sache nicht einfacher. Nach Stefan Ustorf (Schädelprellung) und Mads Christensen (Fingerbruch) kann jetzt auch Jens Baxmann wegen einer Hüftprellung, die er am Sonntag erlitten hat, nicht teilnehmen. Eventuell kehrt Darin Olver wieder zurück. In jedem Fall aber wird die Verletztenliste inklusive der Dauerpatienten wieder fünf Spieler umfassen. Deshalb wurde Patrick Pohl aus Crimmitschau zurück nach Berlin beordert.

Womöglich aber kommen die Profis, die im Team Sotschi dabei waren, trotz der Anstrengungen von zwei Spielen gegen Russland mit besonders großem Tatendrang zurück. Constantin und Laurin Braun sowie Daniel Weiß bezwangen den favorisierten Gegner mit der Auswahl gleich beide Male (4:3 n.P., 4:1). Und vor allem Verteidiger Constantin Braun, der auch bei den vergangenen beiden Weltmeisterschaften dabei war, überzeugte den neuen Bundestrainer Jakob Kölliker. „Er ist sicher ein großer Kandidat“, sagte der Schweizer mit Blick auf die nächste WM in Finnland und Schweden. Brauns Blick gilt zunächst aber den nicht zu unterschätzenden Nürnbergern.